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Zauberschlaf und Entrückung : zur Problematik des Motivs der Jenseitszeit in der Volkserzählung
Entstehung
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Der folgende Text hält jedoch das Wunderbare nur latent fest, und mankönnte mit wenigen Strichen aus dem Märchen eine historische Novellemachen.

B5) ZWEIERLEI LEBEN

Es lebte einmal ein Estanziero, der eine ansehnliche Familie besaẞ.

Eines Abends, als sie gerade beim Nachtmahl saßen, rief jemand vor der Türe.- ,, Geh hinaus, schau doch einmal nach, was man will!" sagte der Estanzierozu einem der Knechte.

Herr, draußen ist ein Reiter, der Euch sprechen möchte." brachte der Knechtzur Antwort. Da stand der Herr auf und ging hinaus.

Wen sah er draußen? Im Dunkeln erkannte er einen großen Mann auf einemfeurigen Pferd und mit silberbeschlagenem Zaumzeug.

Der Reiter grüßte den Estanziero und sagte: Es treibt sich wieder eine Bandevon Strauchdieben in der Gegend herum. Laẞt alles einsperren! Oder nochbesser: gebt mir einen tüchtigen Mann mit! Wir haben schon eine Gruppe vonzuverläẞlichen Leuten gesammelt und wollen die Bande unschädlich machen." Ich danke für die Warnung", sagte der Estanziero ,,, und ich gebe Euch gernmeinen Ältesten mit. Das ist der beste Reiter und Schütze. Wie lange wird erdenn ausbleiben?"

,, Herr,... ich denke, er wird schon morgen wieder heimkommen." antworteteder unbekannte Reiter.

"

, Gut, so braucht er ja keine großen Vorräte mitzunehmen."

Der Herr ließ seinem ältesten Sohne ein Pferd satteln, Pedro nahm seinGewehr, verabschiedete sich flüchtig von den Eltern und Geschwistern,schwang sich aufs Pferd und ritt mit dem Unbekannten davon.

Es war schon Mitternacht, als sie eine größere Gruppe von Reitern trafen undmit ihnen die Verfolgung der Bande aufnahmen. Der unbekannte Kavalier, derPedro abgeholt hatte, erwies sich als ein kundiger Anführer, er ließ die Bandeumstellen und überfallen. Die meisten der Räuber wurden erschossen odergefangengenommen; nur einem gelang es, zu fliehen.

Pedro schwang sich auf sein Pferd und verfolgte ihn.

Er ritt und ritt, und es dämmerte schon der Morgen, aber Pedro hatte denBanditen noch immer nicht erreicht. Der durchfurtete einen großen Fluẞ undwar auf einmal verschwunden.

Pedro war- dem Räuber auf den Fersen- durch den Fluß gekommen, und nunsah er sich in einer Gegend, die er gar nicht kannte.

Er erblickte in der Ferne ein Haus und ritt darauf zu. Als er dort ankam, saher, daß das Haus eine Herberge war, und da ihn der Nachtritt ermüdet hatte,beschloß er, sich dort auszuruhen.

Er rief den Wirt heraus und bat um ein Zimmer, das ihm auch bereitwilligzugewiesen wurde. Dann schlief er und als er aufwachte, war es schon wiederAbend.

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