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Zauberschlaf und Entrückung : zur Problematik des Motivs der Jenseitszeit in der Volkserzählung
Entstehung
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Und da denkt er nun eines Tages an daheim, und ob da wohl noch jemand lebtvon seinen Geschwistern und seinen Freunden. Ja, die hätte er gern nocheinmal gesehen.

Und wie er so denkt, da kommt ein Brief von seinem Vorgesetzten, demErzbischof. Und der schreibt:

,, Du bist nun schon einige Jahrzehnte auf der Insel tätig. Nie hast du einenUrlaub gehabt. Willst du nicht einmal für ein halbes Jahr in deine Heimatreisen? Wenn du willst, so sag es mir!"

Und so kommt es, daß der Bischof wirklich Urlaub nimmt. Und er wartet nurauf das nächste Schiff. und dann segelt er in seine alte Heimat.

Er kommt in der Hafenstadt an, besorgt sich eine Kutsche, mietet einenFuhrmann und Pferde, und am Abend- es ist eine heiße Zeit- reisen sie ab.Am nächsten Morgen erreichen sie das Dorf, wo der Bischof einmal Kaplangewesen ist.

,, Wer wird nun hier Pfarrer sein?" fragt sich der Missionsbischof. Und er läßtvor dem Pfarrhaus halten. Das schaut noch genau so aus wie damals.Der Pfarrer kommt, um zu schauen, wer da eingetroffen sei. Da sieht er einaltes Männlein, einen Missionsbischof aus der Kutsche steigen.

Er begrüßt ihn sehr herzlich und ehrfürchtig.

Aber der Bischof gibt sich sehr verwundert und sagt: Lieber Mitbruder, duerinnerst mich ganz überraschend an meinen ehemaligen Pfarrer, als ich hiermeine erste Stelle als Kaplan gehabt habe!"

Ach was?" sagt der Pfarrer, das wird mein Onkel gewesen sein. Freilichsagen von dem die Leute, daß er mir ähnlich gesehen habe.".

Nun, er führt den Bischof ins Haus. Dann sagt er: Ich will gleich nochmeinen Kaplan rufen, einen begabten, aber etwas ungeduldigen jungenMann."

Er ruft, aber die Haushälterin sagt: Der Kaplan ist gestern Abend fortge-gangen, aber bis heute noch nicht zurück."

Als der Bischof die Haushälterin sieht, fragt er:, Heißt Ihr nicht Anna?" Ja, gewiß, Excellenz." antwortet sie ,,, Woher kennt Ihr mich?"

Der Bischof weiß nicht, was er sagen soll. Er fragt: Habt Ihr eine Zeitungvon heute im Hause?"- Ja, die gibt es."

Man bringt ihm die Zeitung. Der Bischof liest sie und schüttelt den Kopf.Dann sagt er zu dem Pfarrer: Mitbruder komm, begleite mich in die Kirche!Ich habe dir eine lange Geschichte zu erzählen."

Gut, so hat man sich die Geschichte erzählt. Und mich fragt man dannimmer: Und weiter?"- ,, Was weiter? Nichts weiter."

Wie das alles zugegangen ist: ich weiß es nicht.

Der Bischof ist noch ein paar Tage geblieben, und es kann keine Frage sein: erwar der Kaplan.

Später ist er wieder abgereist und man hat nichts mehr von ihm gehört.Das ist alles.

Diese Geschichte, in welcher der Held in einer Nacht Jahrzehnte durch-

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