Markt, um seine Erzeugnisse zu verkaufen und um einzukaufen. Am Abendist er wieder beim Pfarrer.
Wie es finster geworden ist, gehen sie zu viert mit dem Sakristan und demTotengräber hin, holen den Mann aus der Totenkammer, segnen ihn ein undsprechen alle nötigen Gebete. Dann schaufelt man ein Grab, senkt den Totenhinunter, spricht wieder Gebete und gräbt ihn zu.
Unser Bauer bezahlt den Pfarrer und den Sakristan und den Totengräber, undweil es schon spät ist, sagt der Sakristan:„ Wenn du willst, kannst du bei mirübernachten."
Unser Mann bleibt dort über die Nacht.
Am nächsten Morgen reitet er heim.
Nun, die Mörder schicken an diesem Tag einen Boten aus, er soll nach-schauen, ob der Tote noch dort liegt. Der Bote kommt wieder und sagt:„ DerTote ist weg."" Was heißt weg?" ,, Er ist nicht mehr dort."
Die Mörder reiten dorthin: wirklich, der Tote ist verschwunden.
,, Ich kann mir nicht denken, daß hier in der Gegend jemand so dreist ist, sichmit uns anzulegen", sagt der Anführer der Bande. Der Bote wird ausgeschicktund kommt zurück:„ Auf dem Friedhof ist ein neues Grab".
" O verflucht!" sagt der Chef,„ er ist uns entwischt! Aber den Kerl, der ihnbegraben hat, den bringen wir um. Dem werde ich die Gedärme herausrei-Ben."
Wieder schickt man den Boten.
Der Bote kommt zurück und berichtet:„ Es war keiner aus unserem Dorf. Eswar einer von drüben.".„ Das ist gleich. Den bringen wir um. Heute Abendbei Anbruch der Dunkelheit seid ihr mir alle mit euren Pferden hier! Wirreiten hinüber: er darf den morgigen Tag nicht mehr erleben."
Nun, inzwischen ist unser Mann heimgekommen, er hat seinen Stall und seinHaus besorgt, hat den Tag über tüchtig gearbeitet. Er denkt gar nicht mehran das, was gewesen ist.
Am Abend setzt er sich zum Nachtmahl nieder. Als er mitten beim Essen ist,hört er plötzlich ein Sausen, als käme ein Sturm auf, es donnert, als wäre einGewitter, und dabei ist jetzt gar nicht die Zeit dafür.
Da kracht es im Kamin, und auf einmal steht der Tote vor unserm Bauern,aber gar nicht mehr blutig, sondern gut gekleidet, und sagt:„ Deine Mördersind da. Sie sind schon nahe der Türe, wir müssen durchs Fenster fliehen."Unser Mann sagt:„ Wie kann ich denn das?"-„ Hier", sagt der Tote und hältihm einen Stock hin, ,, nimm das Ende des Stocks und halte dich daran fest!"Und schrrt( klirrten die Scheiben) fliegen sie durchs Fenster hinaus, der Totevoraus, der zieht den jungen Bauern hinter sich her. Sie fliegen und landenschneller als gedacht in einem schönen Garten.
Während sie aber noch fliegen, dringen unten ins Haus die Mörder ein, siesuchen den Mann. Aber wo sie auch suchen, im Stall, in den Zimmern übermStall, hinter den Schränken und unterm Bett, sie suchen und suchen... undfinden ihn nicht. Das gibt es ja gar nicht! Der Mann muß da sein.
Sie suchen weiter, poltern herum. Nichts.
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