Fig. 23 zeigt die Laubenbretter desselben alten Hauses.
1675
12
Fig. 22.
555555555
I g. 21.
Fig. 25.
Fig. 23.
Wir schliessenhieraus, dass sichder Bernische Stilschon sehr früheins Jaunthal her-absenkte und auchhier und da nochim 18. Jahrhun-dert wie bei demhier rechts dar-gestellten Hauseim wesentlichenbeibehalten wur-de. Letzteres be-stätigen sowohldie Formen derFettenträger die-ses Hauses, wiedie in den Fig. 24und 25 abgebil-deten grösserenKonsolen, welchemit schwalben-schwanzförmigenstehenden Zapfen,von oben in dieentsprechendenNuthen der Die-lenträger grade soeingelassen wur-den, wie wir esbei den älteren
Bauten des Berner Oberlandes früher geschildert haben.
Dieselbe Verwandschaft zeigt die Grundrissanlage, welche mitderjenigen der Fig. 16, der Disposition der Räume nach übereinstimmt.Dagegen ist die Wandkonstruktion des Giebeldreiecks nicht wieim Oberlande, so dass die Blockbalken der inneren Scheidewände dielangen Giebelbalken überbinden, sondern so, dass letztere abgesetztin besondere Ständer eingenuthet sind und dadurch eben so eine seit-liche Ausbiegung der Wandbalken verhindern.
In Fig. 26 ist nur die halbe Façade dieses Hauses nebst demHöhenschnitt der Giebelwand abgebildet.
Jun 14 12 13 14 15 16
10
Fig. 26.
19 110 1: 200.
Bei dem Hause zur Linken, dessen Grundriss und Façade Fig. 27darstellt, wiederholt sich der bei Taf. 5 erwähnte Bogenfries, so wiedie schmalen besonders aufgenagelten Konsolchen auf der Fenster-brüstung des oberen Stocks. Fig. 28 stellt den unteren Theil dieserBrüstung mit den genannten Konsolchen und das Ornament des Dielen-trägers vor, das dem ganz gleichen auf der Tafel 5 entspricht undwelches in seiner früheren Uebermalung von besonders guter Wirkunggewesen sein muss.. Die obere Hälfte der Brüstung wird von demaufgenagelten Bogenfries eingenommen.
Zwischen den bei-den Häusern Taf. 6ist im Hintergrundedie kleine oberhalbJaun liegende Ka-pelle mit ihrem offe-nen Glockenthürm-chen ersichtlich, des-sen KonstruktionFig. 29 zeigt.Die Gespärre mitihren Spannbalken,Kehlbalken undFussstützen tragenohne Fetten dasSchindeldach. Zweidieser Gespärre, zu-nächst der vorderenGiebelmauer, sind biszu den vier auf dieKehlbalken aufge-setzten Thurmpfostenverlängert und mitdiesen fest verbun-den.
A
GIEBELMAUER
A
Fig. 27.
Fig. 28.
Fig 29.
18 19 110 M.
O
1: 200.
1 Meter.1:50.
Die Glocke bewegtsich mit ihrem sietragenden Querholze frei zwischen den beiden rings verschaalten, über-schindelten und von je zwei Thurmpfosten gebildeten Wänden.
Die beiden eingemauerten Träger des Giebelvorsprungs sind indieser Figur mit A bezeichnet.