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Fig. 17.
Fig. 18.
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zer ist aus Fig. 17 zuersehen. Zur Sicherungdes langen Brustriegelsderselben gegen Ausbie-gung ist in seiner Mitteein Pfosten angebracht,welcher oberhalb durchein Querholz mit derGiebelwand verankert
ist.
Die Brettausschnitteder Gallerien auf beidenGiebelseiten, Fig. 18,sind auch auf die Fernenoch von guter Wir-kung.
Alle diese Ornamente,wie auch die Gallerienmit ihren Untersichtenund
denen des vor-stehendenGiebeldaches,zeigen noch Spuren ehe-maliger Uebermalung,deren Charakter wirspäter von einem Hausein Jaun aus dem Jahr1760, wo sie sich bessererhalten hat, in Farben-druck wiederzugebengedenken.
Die innere Verschaalung der bewohnten Räume ist nach Fig. 19in Rücksicht auf die dünnen Wandbohlen sehr solide aus gestelltenvernutheten Brettern ausgeführt.
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Fig. 19.
Zugleich zeigt diese Figur den Querschnitt des Eingangs erwähnteneinzigen Unterzugs der Fussbodendielen.
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Das mittlere Haus auf Tafel 5, aus Weibolsried Glossar ::: zum Glossareintrag Weibolsried, vom Ende des18. Jahrhunderts, zeigt wie das vorige den Ständerbau in beiden Etagen,mit dem abgewalmten überschindelten Rechtwinkeldach und demliegenden Stuhl.
Seine Giebelfront hat 12 m, seine Tiefe 24 m Länge.
Der seitliche Eingang führt zu der zentral angelegten Küche undhinter derselben befinden sich Scheune und Stallung.
Bei der Dachkon-struction mit dem lie-genden Stuhl fehlenhier ausnahmsweise dieSpannbalken der Bin-der, indem nach Fig.20 kurze Balkenstichegrade so bei demBinder A, wie bei demLehrgespärre B dieSparren und bei Anoch die Stuhlsäulenstützen. Der durchden fehlenden Bund-balken eintretendeHorizontalschub derliegenden Stuhlsäulenauf die beiden Wändeder Traufseiten wirdhier dadurch aufge-hoben, dass die unterjenen Balkenstichenliegenden und mit denBindern korrespondi-Dielenträger
renden
der inneren Quer-wände, die Traufseitengleichsam verankern.
Die in Fig. 20 aufden Dielenträgern ge-zeichneten Hirnhölzerstellen kurze Wechselzwischen den Balken-stichen vor und letz-tere ruhen einerseitsauf der Wand, andrer-seits auf einem zweitendurchgehenden hier alsHirnholz bezeichnetenBalken.
Das zierliche Orna-ment der Fensterbrü-stung vom zweitenWohnboden, Fig. 21,kommt mehrfach imJaunthale vor. Auchzeigt diese Fig., dassdie obere Etage amGie-bel hier die untere nursehr wenig überragt.
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A.
B.
Fig. 20.
Seegen
Fig 21
11 Meter.
Wohnhäuser aus Jaun.
Tafel 6.
Das Pfarrdorf Jaun, dessen Bewohner durch ihre deutsche Spracheschon die Nähe des Kantons Bern anzeigen, ist reich an alten Holz-häusern, davon die Ansehnlichsten im 18. Jahrhundert erbaut wurden.Auf Tafel 6 sind zwei Doppelwohnungen aus Jaun dargestellt, welcheBeidevermuthlich aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammen.haben das flache Schindeldach mit dem stehenden Stuhl, währendaber das zur Linken ganz im Ständerbau konstruirt ist, zeigt das zur
Rechten nur unterhalb den Ständerbau und oberhalb den Blockbau,ganz in Uebereinstimmung mit den älteren Bauten des Simmen- undSaanen- Thales, ebenso wie bei einem anderen ähnlichen Hause in Jaun,das die Jahreszahl 1675 trägt und wobei sich nach Fig. 22 die Formder Fettenträger wie bei dem Hause in Bettelried, Fig. 12, wiederholt,abgesehen von den schwarz und weiss gemalten Rauten auf denBalkenköpfen.