chitektur und Landschaftsplanung sowie natürlich das Handwerk in seiner vollen Breite.Ziel des Netzwerkes ist das Wissen rund um den Roh-, Brenn- und Werkstoff Holz ausall diesen Richtungen zusammenzutragen und zu verknüpfen. Es geht nicht um eine..verklärte Aufarbeitung von guten, alten Zeiten", sondern um den Erhalt von Wissenund Techniken. Das Wissen aus der Vergangenheit wird auch in der Zukunft eine ent-scheidende Rolle spielen.
Naturwissenschaftliche Methoden
Holzartenbestimmung
Die Anatomie des Holzes ist die Grundlage der Holzartenbestimmung. Größere, nichtbeschichtete( z. B. lackierte) Holzteile lassen sich oft an Hand makroskopischer Merk-male( Farbe, Textur, Dichte, Geruch) bestimmen. Für eine genaue Artbestimmung istdas Erkennen von mikroskopischen Merkmalen nötig. Diese Merkmale( z. B. Harzkanä-le) sind für nahezu alle Holzarten gut beschrieben( z. B. Wagenführ, Rudi: Anatomie desHolzes. Leipzig 1988) und können üblicherweise an Mikroschnitten festgestellt werden.Jede Holzart hat spezifische Eigenschaften, aus denen wiederum spezielle Einsatz-gebiete abgeleitet werden können. So weist beispielsweise die Holzart Lärche vor al-lem bei Verwendung unter Wasser eine im Vergleich zu anderen Nadelhölzern erhöhteDauerhaftigkeit auf. In einer umfangreichen Studie über Holztriftanlagen im Reichra-minger Hintergebirge konnte festgestellt werden, dass sich der Einsatz der Holzartenüber die Zeit verändert hat( Grabner, Michael; Wimmer, Rupert; Weichenberger, Josef:Reconstructing the history of log- drifting in the Reichraminger Hintergebirge, Austria.In: Dendrochronologia 3, 21. Jg. 2004, 131-137). Die zur Errichtung der Triftanlagen gutgeeignete Holzart- Lärche- wurde nur im 19. Jhdt. im größeren Umfang eingesetzt. Im20. Jahrhundert wurde hingegen die leicht verfügbare Fichte verwendet.
Dendrochronologie
Mit der Dendrochronologie ist uns ein Instrument in die Hand gegeben, Holzfunde jahr-genau zu datieren. Ein lebender Baum bildet in unseren Breiten jährlich eine Zellhül-le aus,die sich bildlich gesprochen jeweils aufs Neue über den gesamten Holzkörperdes Baumes stülpt. Ein kalter Winter, ein regenreicher Sommer- beide beeinflussen inverschiedenster Weise das Leben eines Baumes und damit auch sein Wachstum( Che-rubini, Paolo; Gärtner, Holger; Esper, Jan; Kaennel Dobbertin, Michèle; Kaiser, Klau;,Rigling, Andrea;, Treydte, Kerstin; Zimmermann, Nic;, Bräker, Otto: Jahrringe als Archi-ve für interdisziplinäre Umweltforschung. In: Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen6, 155. Jg., 2004, 162-168). So wächst eine Tanne in einem warmen und regenreichenSommer besser als in einem heißen und trockenen. Die Unterschiede lassen sich durchdie Messung der Breiten der Jahrringe feststellen. Aus den Jahrringbreiten werdenschließlich Reihen erstellt- so genannte Chronologien- mit denen dann die Baumringeder Fundstücke synchronisiert werden( Wimmer, Rupert;, Grabner, Michael: Standard-chronologien in Österreich für die dendrochronologische Datierung. In:. Archäologie Ös-terreich, 2, 9. Jg., 1998, 79-85).
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