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Angesichts hochkarätiger Abhandlungen³¹ kann hier auf eine genaue Darstellung dieserfruchtbaren Debatte verzichtet werden. Nur soviel: Der Begriff„ Dingbedeutsamkeit" 32stammt von Karl- Sigismund Kramer aus dem Jahre 1962, bezieht sich auf eine vonRichard Weiss 33 geäußerte Kritik an fehlenden funktionalistischen Bezügen, stellt aberim wesentlichen eine eigenständige Weiterentwicklung seines eigenen Ding- Zugriffsdar. Denn Karl- Sigismund Kramer hatte bereits 1940„ Die Dingbeseelung in der ger-manischen Überlieferung'" 34 in Haus, Volkssage und germanischer Literatur detailreichabgehandelt, den Begriff selber aber vom Wiener Germanisten Otto Höfler übernom-men. Zentral für die Annahme einer„ Dingbeseelung" war es dabei, dass Dinge auf-
gang mit Sachen. In: Konrad Köstlin u. Hermann Bausinger( Hg.): Umgang mit Sachen. Zur Kulturge-schichte des Dinggebrauchs. 23. Deutscher Volkskundekongreẞ in Regensburg vom 06.- 11.10.1981.Regensburg 1983, 11-25; Wolfgang Brückner: Dingbedeutung und Materialwertigkeit. In: BayerischeBlätter für Volkskunde 22/1995, 15-32; Gottfried Korff: Mind in Matters. Anmerkungen zur volkskund-lichen Sachkulturforschung. In: Wolfgang Kaschuba, Thomas Scholze u. Leonore Scholze- Irrlitz( Hg.):Alltagskultur im Umbruch. Weimar, Köln 1996, 11-28; Hermann Bausinger: Ding und Bedeutung. In:Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LVIII/ 107, 2004, 193-210; Gudrun M. König: Auf dem Rückender Dinge. Materielle Kultur und Kulturwissenschaft. In: Kaspar Maase u. Bernd Jürgen Warneken( Hg.): Unterwelten der Kultur. Themen und Theorien der volkskundlichen Kulturwissenschaft. Köln2003, 95-118; Gudrun M. König( Hg.): Alltagsdinge. Erkundungen der materiellen Kultur(= Studien&Materialien, 27). Tübingen 2005; Hermann Heidrich: Dinge verstehen. Materielle Kultur aus Sicht derEuropäischen Ethnologie. In: Zeitschrift für Volkskunde 103/2007, 223-236; Ruth E. Mohrmann: Kön-nen Dinge sprechen? In: Rheinisch- westfälische Zeitschrift für Volkskunde 56, 2011, 9-24.
31 Vor allem Gottfried Korff: Ein paar Worte zur Dingbedeutsamkeit. In: Kieler Blätter zur Volkskunde32/2000, 21-33: Gudrun M. König: Stacheldraht. Die Analyse materieller Kultur und das Prinzip derDingbedeutsamkeit. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 15/2004, 50-72;
32 Karl- S. Kramer: Zum Verhältnis zwischen Mensch und Ding. Probleme der volkskundlichen Termi-nologie. Otto Höfler zum 60. Geburtstag. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 18/1962, 91-101.33 Richard Weiss: Häuser und Landschaften der Schweiz. Erlenbach- Zürich 1959, 292.
34 Karl Sigismund Kramer: Die Dingbeseelung in der germanischen Überlieferung(= Beiträge zurVolkstumsforschung, 5). München 1940.
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