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Schönes Österreich : Heimatschutz zwischen Ästhetik und Ideologie ; [Sonderausstellung, 26. Oktober 1995 bis 25. Februar 1996 ; Begleitbuch und Katalog]
Entstehung
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Solche Sätze( Stichworte: ländlich, abseits gelegen,Verschönerungswut) waren nicht nur ganz im Sinne des nochjungen Heimatschutzes, sondern fügten sich auch in GiannonisKonzept für die Präsentation im TMW.

Zentraler Blickfang der Abteilung war eine aus acht-zehn hinterleuchteten Glaspositiven gebildete Stellwand, dieauch den Abteilungsnamen aufzunehmen hatte. Hierwurden quer durch die österreichische Hälfte der Doppel-monarchie Aufnahmen von meist bäuerlichen Bauten als jeweilstypische Erscheinungen ländlicher Architektur vorgeführt. 19 DerEthnisierungswelle folgend, die das volkskundliche Arbeitenum und nach der Jahrhundertwende bestimmt hat, wird in derBeschriftung eine Typisierung auf stammlicher Ebene vorge-nommen: Von alemannischen Hausanlagen", von bayrisch-räthischen" Mischformen( und umgekehrt), von fränkischen",von, čechischen und von polnischen Hausformen ist da unteranderem die Rede. Mit dieser Differenzierungsart befand sichdie Ausstellungseinheit durchaus auf der Höhe der Zeit'20; undauch das Übergewicht der alpenländischen Repräsentanten undder angeblich germanischen Hausformen paẞt in das Bild einerum das nationale kulturelle Erbe bemühten Bewegung.21

Während hier also so etwas wie der Urfundus( stammlich bestimmter) traditioneller Baukultur versammeltwerden sollte, sprechen die an der im TMW gängigenStellwand- und Pultkonstruktion aus grünem Eternit mitschwarzen Leistenumrandungen angebrachten Text- und Bild-tafeln eine andere- mehr einem Katechismus heimatschütze-rischer Anliegen verpflichtete- Sprache. Sie sind die museal-präsentatorische Umsetzung dessen, was in Deutschlandbereits seit der Jahrhundertwende und in Österreich vor allemseit Giannonis in ihrer Bedeutung für die Bewegung nicht zuunterschätzenden Schrift Heimatschutz" 22 grundgelegt wor-den ist. Mit Beispielen und Gegenbeispielen werdeneinem Schwergewicht auf der Baukultur- die Anliegen desHeimatschutzes vor Augen geführt.

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