6.1.4. Museen
Es gibt zwar keine eigentlichen Partnerschaftsmuseen, doch besitzt No-zawaonsen ein Skimuseum mit einem eigenen ,, Partnerschaftsraum", inwelchem neben der Partnerschaftsurkunde und verschiedenen Schrift-stücken vor allem Ansichten von St. Anton, Fremdenverkehrsplakate, diver-se Gegenstände( Geschenke aus St. Anton), Fotos von gemeinsamen Veran-staltungen und Treffen sowie Andenken an Hannes Schneider zu findensind. Außerdem befindet sich im Museum ein Raum, in welchem einhistorischer Überblick über die verschiedenen Varianten von Skiern undGegenständen der Skiausrüstung zu sehen ist. Diese Objekte wurden vonÖsterreich 1979 als Symbol der Freundschaft mit Japan gespendet. Allge-mein gibt das Museum ein Bild von der Entwicklung des Skilaufes in Japan,angefangen von Geräten, die im Winter zur Holzbeförderung gebrauchtworden waren, über verschiedene Formen von Schneeschuhen und einfa-chen Vorläufern der heutigen Skier bis zur früher gebräuchlichen Winterbe-kleidung, die meistens aus Stroh hergestellt worden war. Nicht vergessenwird zudem auf den Bruder des früheren Kaisers, Prinz Takamatsu No MiyaNobuhito, der ein begeisterter Skifahrer war. Neben seinem Bildnis werdenTeile seiner Skiausrüstung und-bekleidung gezeigt. Ein eigener Raum istdem Skifahren in China gewidmet. Verschiedene Privatsammlungen, darun-ter auch jene von Tadashi Katagiri, ergänzen als Dauerleihgaben die Bestän-de des Museums.
Ein Teil der ständigen Schausammlung des Regionalmuseums in Joetsuist ebenfalls der Geschichte des Skisportes in Japan gewidmet; dort konnteeiniges an Material über Theodor von Lerch versammelt werden. Es findensich ähnlich wie in Nozawa- Geräte, Gegenstände und Bekleidung ausfrüherer Zeit, wie sie von der bäuerlichen Bevölkerung dieser Gegendverwendet wurden, sowie eine dem Bruder des Kaisers gewidmete Vitrine.Es ist jedoch geplant, in nächster Zeit ein eigenes Skimuseum einzurichten.Dieses soll in der Nähe des Lerch- Denkmals am Fuße des Skigeländes amKanaya- Berg errichtet werden und auch die Objekte aus dem Regionalmu-seum aufnehmen. Isamu Hao erzählte uns, daß er in nächster Zeit Österreichaufsuchen wolle, um sich mit der Stieftochter Lerchs ins Einvernehmen zusetzen. Diese bereits bejahrte Dame wird von Besuchern aus Joetsu, die dasAndenken an Major von Lerch treulich bewahren, immer wieder kontaktiert.Sie war es auch, die Isamu Hao gastfreundlich aufnahm, als der noch jungeund unerfahrene Japaner anläßlich seines ersten Wien- Besuches etwas ver-lassen am Wiener Westbahnhof ankam. Er möchte sie nun dazu veranlassen,Gegenstände aus dem Nachlaß ihres Vaters, die dieser in Japan erworben hatoder die mit seinem Aufenthalt in diesem Land in Zusammenhang stehenetwa Skizzen und Aquarelle Lerchs, der ein hervorragender Zeichner war-dem geplanten Museum zu überlassen bzw. zu vermachen. Weiters möchte
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