Name für diese Einrichtung wird wohl die Variante ,, Café Wien" den Vorzugerhalten, da neben dem größeren Bekanntheitsgrad von Wien auch der NameFloridsdorf, wie bereits erwähnt, für japanische Zungen schwer auszuspre-chen ist( keine Unterscheidung zwischen ,, r" und ,, 1"; jedem Konsonatenmuẞ prinzipiell ein Vokal folgen!). Auch einige der Säle in dem vermutlich1993 fertiggestellten Konzerthaus sollen durch ihre Benennung Bezüge zuWien bzw. Österreich herstellen. Im Gegenzug ist geplant, eine Bucht desWasserparkes in Floridsdorf mit Schwertlilien, der Bezirksblume Katsushi-kas, zu bepflanzen und dieser Bucht dann den Namen ,, Katsushika- Bucht"zu geben.
6.1.3. Denkmäler
Das bedeutendste Denkmal in diesem Zusammenhang ist zweifellos jenesfür Major von Lerch, welches sich in Joetsu befindet. Es wurde 1961 aufdem Berg Kanaya in Form einer Bronzestatue errichtet und zeigt Theodorvon Lerch in der Uniform eines Offiziers der österreichisch- ungarischenArmee mit angeschnallten Lilienfelder Skiern und einem Stock. In unmit-telbarer Nähe dieses Denkmals befindet sich nicht nur eine Sprungschanzesondern auch die ,, Lodge Lerch", eine Raststätte, wo man unter verschiede-nen Souvenirs Miniaturnachbildungen des Lerch- Denkmals in zwei ver-schiedenen Größen käuflich erwerben kann.
Auch Hannes Schneider verfügt über eigene Denkmäler. In Nozawaonsenwurde im Juni 1973 eine Bronzestatue des bewunderten und verehrtenSkilehrers vom Bürgermeister Nozawas als Geschenk seines Amtskollegenaus St. Anton entgegengenommen. Im August lud die Gemeindeverwaltungden Künstler Taro Okamoto ein, um mit ihm über die Ausgestaltung, denAufstellungsort und die Größe eines weiteren Schneider- Denkmals zu spre-chen. Am 3.12.1974 fand schließlich die feierliche Enthüllung in Anwesen-heit des Künstlers, des österreichischen Botschafters, zahlreicher Politikerund Ehrengäste sowie großer Teile der Bevölkerung Nozawas statt. Eindrittes Schneider- Denkmal soll sich auf dem Gelände der Tamagawa Uni-versität befinden( Kramer 1990, S. 72).
Über das geplante Mozart- Denkmal in Katsushika wurde weiter obenbereits berichtet. Mit dem Auftrag betraut wurde der Wiener BildhauerProfessor Fritz Tiefenthaler. Er fertigte einen Gipsabdruck vom Mozart-Denkmal im Wiener Burggarten an. Als nächster Schritt folgte die Herstel-lung eines Wachsabdruckes, nach welchem das neue Bronze- Denkmal an-gefertigt wird. Großzügig erwiesen sich die japanischen Auftraggeber, dienicht nur die Kosten diese Unternehmens tragen, sondern daneben auch das1896 von Viktor Tilgner geschaffene Originaldenkmal restaurieren ließen.
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