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Konnichi wa Österreich : Ortspartnerschaften zwischen Österreich und Japan
Entstehung
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Flüssen( Edogawa, Arakawa, Nakagawa), ist es aber überdies ein gewässer-und grünreicher Bezirk.

Als nun Bürgermeister Zilk eines der Abenteuer Tora- sans sah, fühlte ersich durch den Schauplatz der Handlung an Wien erinnert und hierbei vorallem an den 21. Wiener Gemeindebezirk, Floridsdorf, und beschloẞ, sichfür die Etablierung einer Partnerschaft einzusetzen. Sowohl in Bezirksvor-steher Kurt Landsmann und Vizebürgermeister Haruo Watanabe fand ergeeignete Partner für diese Unternehmung und bereits ein Jahr später, am2.11.1987, wurde der Partnerschaftsvertrag abgeschlossen und damit derGrundstein für eine überaus lebhafte Beziehung zwischen Floridsdorf undKatsushika gelegt. Ein weiterer Effekt dieser Vision Bürgermeister Zilkswar es übrigens, daß eine der Folgen von Tora- san in Wien gedreht wurde.Herr Tora besucht als typisch japanischer Tourist die Stadt Wien. So viel mirbekannt ist, hatte Bürgermeister Zilk sogar selbst einen kurzen Auftritt indieser Folge von ,, Otoko wa tsurai yo.

Floridsdorf, der 21. Wiener Gemeindebezirk am linken Donauufer gele-gen, hat eine Fläche von 45,36 km²( wovon ca.30% verbaut sind) und125.000 Einwohner. Eine dem Freundschaftsvertrag zwischen Floridsdorfund Katsushika gewidmete Broschüre konstatiert: ,, Katsushika und Flo-ridsdorf, gleichfalls an einem berühmten Fluß, sind gemeinsam der Frohsinnder Menschen, die Liebe zur Natur und die zwischenmenschlichen Bezie-hungen, den( en) sie hohe Bedeutung zumessen.(...) Sowohl in Katsushikaals auch in Floridsdorf wird auf das Miteinander- reden und das gegenseitigeVerstehen besonderer Wert gelegt. Die traditionellen Kulturstätten undParkanlagen sind zu diesem Zweck auch Plätze, an denen sich Bürgerbegegnen können,(...). Wir haben daher die Hoffnung, daß der jetzt ge-schlossene Freundschaftsvertrag für die Bürger beider Bezirke zu einerGrenzen und Sprachbarrieren überwindenden Begegnungsstätte für offen-herzige und nachbarliche Gespräche wird."( Freundschaftsvertrag, S. 4)

Dieses Vorhaben scheint auch wirklich geglückt zu sein. Kaum eineandere Partnerschaftsbeziehung ist so eng und wird von beiden Seiten sointensiv gepflegt.

Nicht nur vordergründige topographische Ähnlichkeiten, wie etwa dieLage an einem bzw. mehreren Flüssen, prägen das Bild dieser Verbindung.Auch die mannigfach hervorgehobene Ähnlichkeit der Mentalität dürfte-natürlich unter Bedachtnahme auf die kulturellen Unterschiede und starkvereinfachend- tatsächlich bestehen. Im Vergleich zum Straßenbild andererBezirke Tokyos- etwa in Shibuya, Ginza oder Shinshuku-, sieht man inKatsushika viele kleine Einfamilienhäuser, viel Grün, einfach gekleidetefröhliche Leute, die dem Ausländer mit freundlicher Neugier begegnen. ImUnterschied zu den zerbrechlich zarten, mageren Menschen, die die großenTokyoter Boulevards bevölkern, gehören viele Bürger Katsushikas augen-scheinlich einem robusteren Menschenschlag an.

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