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Konnichi wa Österreich : Ortspartnerschaften zwischen Österreich und Japan
Entstehung
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kischule, nach Japan und führte Ausbildungskurse in der ,, Arlberg- Skitech-nik" auf demselben Gelände durch. Als Denkmäler für diese großen Skifah-rer wurden im Ishiuchi- Maruyama Skigelände drei Pisten nach Sailer, Rie-der und Matt benannt( Brücke 1983, S. 47- 48).

Ryoichi Goto, geschäftsführender Direktor des ,, Japan Lift Service" führtähnliche Gedanken aus: ,, Ich bin wirklich froh, daß unsere Stadt zur Schwe-sternstadt von Sölden und der von vielen Menschen geliebten RegionInnerötztal mit ihren zahlreichen Skipisten geworden ist, dem Gebiet mitder großartigsten Landschaftskulisse Österreichs, dem Entstehungsort dermodernen Skilauftechnik. Außerdem ist Tirol mit seinen waldreichen undschneebedeckten Bergen, seinen Gletschern, das Land, nach dem alle Japa-ner Sehnsucht haben. Ich empfinde daher das größte Glück, daß ich michheute in dieser reizvollen Umgebung aufhalten kann. Ich wünsche, daßSölden in alle Ewigkeit ein so schöner Ort- vieler Menschen Traum-bleibt."( Ebd., S. 49)

Als Dokument dieser Partnerschaft liegen mir nur etwas holprige Über-setzungen vor, die ich der allgemeinen Verständlichkeit wegen sinngemäßumformuliert habe. Außerdem sollte festgehalten werden, daß die ,, moderneSkilauftechnik" nicht im Ötztal entwickelt wurde. Aus diesen Beispielen istaber unzweifelhaft zu erkennen, daß es den Initiatoren dieser Partnerschaftmehr darum ging, einen Ort und eine Region auszuwählen, die alle Merk-male der Wunsch- Identifikation tragen und der Sehnsucht nach einembestimmten ,, idealen Landschaftstypus" entsprechen, als daß diese nach realexistierenden Ähnlichkeitsfaktoren ausgesucht worden wären. Aus dieserÜberlegung heraus wurden auch weitere Partnerschaften eingegangen mitMethven( Ashburton County) in Neuseeland( 1987), Korea( 1988) undColorado in den USA( 1989). Als aktivste Beziehung gilt jedoch jene mitSölden.

An topographische( aber auch mentale) Ähnlichkeiten erinnert fühlte sichWiens Bürgermeister Dr. Helmut Zilk, als er während eines Japan- Fluges1986 einen Film der berühmten ,, Tora- san" Serie im Bordkino sah. Diesejapanische Filmserie zeigt unter dem Titel ,, Otoko wa tsurai yo"( Ein Mannhat es schwer) jährlich etwa zwei in sich abgeschlossene Fortsetzungen underfreut sich beim Publikum größter Beliebtheit. Tora- san, der Held der Serie,hat laut Film sein erstes Bad in der heiligen Quelle des Shibamata- Tais-hakuten Tempels erhalten und so ist der Heimatbezirk Herrn Toras, Katsus-hika, immer wieder Schauplatz seiner Abenteuer. Dieser Bezirk im Nord-osten Tokyos umfaßt 33,9 km² und wird von 420.000 Menschen bewohnt.Früher ein Landwirtschaftsgebiet, hat er sich im Laufe der Jahre zu einemIndustrie- und Gewerbezentrum entwickelt; 7.700 Betriebe beschäftigenetwa 50.000 Arbeiter, wobei es sich meist um Mittel- und Kleinbetriebehandelt, die vor allem auf die Herstellung von Spielwaren, Platten undGummiprodukten spezialisiert sind. Umgeben bzw. durchflossen von drei

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