Gedankengut Eingang. ,, Japan als Laboratorium für zeitgeistigen amerika-nischen Lebensstil"( Noever 1990, S. 4) einerseits und andererseits mehr alsnur Reste einer abgeschlossenen ,, Inselmentalität“, die erst langsam aus derselbstgewählten Isolation herausfindet. Obwohl heute beinahe alle Kinderin der Schule Englisch lernen, stößt man sogar in Tokyo auf größte Verstän-digungsschwierigkeiten, so man die japanische Sprache nicht beherrscht.
In Europa ist der japanische Tourist mit seinem Fotoapparat heute bereitsein fester Bestandteil des Straßenbildes zu beinahe jeder Jahreszeit unddennoch haben laut Statistik 80% der Japaner ihr Land noch nie verlassen.Auch wenn das Reisen heute vor allem bei jüngeren Leuten immer größerenStellenwert gewinnt, bleiben die Eindrücke meist oberflächlich. Die durch-schnittliche Europareise wird in einer Gruppe absolviert, dauert oft nichtlänger als eine Woche, 10 Tage, und führt dabei durch zahlreiche Länder.
Anders als Tokyo und andere große Städte, entsprechen abgelegene Ortenoch eher den Vorstellungen, die man vom Flair des ehemaligen Nippon hat.Da findet man noch die kleinen Gäßchen, die niedrigen Holzhäuschen mitihren steilen Treppen, die vollgestopften Geschäfte, die Blumentöpfe vorden Haustüren, die Frauen mit ihren großen Tragbündeln auf dem Rückenund ihren traditionellen weißen Hauben, oder die Frauen im farbenprächti-gen Kimono mit kunstvoller Frisur und weißgeschminktem Gesicht, diealten Männer auf dem Fahrrad, am Kopf den flachen Strohhut.
Immer wieder fragt man sich aber, wie Partnerschaften zwischen öster-reichischen und japanischen Gemeinden über die territoriale Entfernungeinerseits sowie die große kulturelle und sprachliche Distanz andererseitshinweg entstehen konnten.
13