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Erlesenes
Entstehung
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Königin von Benares gebiert einen Fleischklumpen; sie fut ihn in eineVase, versiegelt sie und läßt sie von dem Flusse wegtragen. Ein Mönchfindet die Vase und bewahrt sie in einem Winkel seiner Behausung auf.Nach einiger Zeit werden aus dem Fleischklumpen zwei Kinder, ein Knabeund ein Mädchen. Den Mönch faßt sofort eine schier mütterliche Liebezu ihnen, und aus seinen beiden Daumen beginnt Milch zu fließen; mitdem einen nährt er den Knaben, mit dem andern das Mädchen. Mit derFortsetzung der Legende haben wir uns hier nicht zu befassen; erwähntaber sei, daß Ähnliches in einem modernen indischen Märchen erzählt wird( Indian Antiquary, XXII, 315): Die Königin gebiert einen Knaben undein Mädchen; diese werden ihr jedoch von den neidischen Nebenfrauenweggenommen und in einem Kästchen ins Meer geworfen. Ein Stern-kundiger findet sie; um ihr Schreien zu stillen, steckt er ihnen die Fingerin die Münder, und nun sieht er zu seiner Freude, daß sie so von ihmNahrung ziehen. In dem Bhāgavata- Purana, IV, 30( traduit et publiépar M. E. Bournouf, Paris, 1840 f., II, 162) verläßt eine Apsaras, eineHuldin, ihr lotusäugiges Töchterchen; von Mitleid gerührt, steckt der GottSoma dem halbverhungerken Kinde einen Finger in den Mund, und ausdiesem fließt Ambrosia. Indra ist es, der im Vischnu- Purana( Winternih,I, 461 f.) und im Mahabharata( III, 126, 29 f., VII, 62, 5 f., XII, 29, 83 f.)den von König Juvanaschva ohne weibliche Mitwirkung gezeugten Sohnmit seinem Finger säugt, und der Sohn gewinnt so nicht nur den NamenMändhätr( Indra hatte gesagt: Man dhāsjati Er wird von mir gesäugtwerden), sondern erreicht auch in zwölf Tagen das Wachstum eines Zwölf-jährigen und braucht zu der Eroberung der Erde nur einen einzigen Tag.Nach dem Maase Abraham, von Jellinek in seine Sammlung Bet ha-Midrasch aufgenommen, kommt zu dem wegen der Nachstellungen Nimrodsausgesetzten kleinen Abraham auf Befehl des Herrn der Engel Gabriel,um ihn Milch aus seinem Finger saugen zu lassen, so daß er nach zehnTagen gehen und die Höhle verlassen kann( A. Wünsche, Aus IsraelsLehrhallen, I, Leipzig, 1907, 16), und die arabische Legende schmückt diesaus, indem sie aus dem einen Finger des Engels Wasser, aus dem anderenMilch, aus dem dritten Honig, aus dem vierten Dattelsaft und aus demfünften Butter fließen läßt( Wünsche, I, 32 n.).

Bis hierher erzählen Märchen, Sage und Legende nur etwas sozusagenNatürliches: der zu Großem ausersehene Held- daß es sich auch in der

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