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Die Bitte um den zweiten Streich.

s gibt eine erhebliche Zahl von Märchen, wo der Held von demUnhold( Drache, Schlange, Dämon u. s. w.), dem er den tödlichenStreich versetzt hat, aufgefordert wird, noch einmal zuzuschlagen;er weigert sich, da der zweite Streich dem überwundenen Gegnerneues Leben geben würde, und so muß dieser sterben.

So wird in dem ersten Zweige des Mabinogi, verfaßt etwa um 1200,erzählt, wie Pwyll, der Fürst von Dyvet, als er den grimmigen Halfganniedergeschlagen hat, auf dessen Bitte, ihm doch den Rest zu geben, ant-wortet: Das mag tun, wer will; ich will nicht", und Halfgan stirbt; derGrund für Pwylls Weigerung aber ist, daß ihm der, an dessen Statt erkämpft, gesagt hat: Gib ihm nur Einen Streich, und er wird nicht mehrleben; er wird von dir einen zweifen verlangen, aber gib ihm ihn ja nicht,wie eindringlich er dich auch bittet: ich tat es, und am nächsten Tagekämpfte er mit mir so weidlich wie nur je"( Les Mabinogion, trad. parJ. Loth, Paris, 1913, I, 89, 86). Dazu vergleiche man als Parallelen diezwei isländischen Geschichten, die norwegische und die von einer friesischenInsel stammende bei F. Liebrecht, Zur Volkskunde, Heilbronn, 1879, 334,die lappische Glossar ::: zum Glossareintrag  lappische bei R. Köhler, Kleinere Schriften, I, Weimar, 1898, 472 unddie russischen bei R. Basset, Nouveaux contes berbères, Paris, 1897, 302.

In dem 43. der von Mar. Lambert aufgezeichneten Albanischen Mär-chen( Wien, 1922, 194) kämpft der jüngste Sohn des Padischahs mit einemDiw. Nach dem ersten Schlag bittet dieser: Schlag mich noch einmal",aber der Prinz antwortet, wie ihm geraten worden ist: Nur einmal hatsder Mann!" In einem serbischen Märchen, veröffentlicht von M. Jagič( Archiv f. slav. Philol., I, 281), erhält das mit einem Rechen geschlageneMännlein auf seine diesbezügliche Bitte die Antwort: Einmal hat michdie Mutter geboren." Ganz dieselbe Abfertigung auf dasselbe Verlangenleistet sich der Held in dem aus der Insel Syra stammenden 70. Stück derGriechischen und albanesischen Märchen von J. G. v. Hahn( 2. Aufl.,München, 1918, II, 63) und in drei der Türkischen Volksmärchen ausStambul von J. Kúnos( Leyden, 1905, 117, 315, 345), während es in einemvierten( 165) heißt: Auch ich bin nur einmal zur Welt gekommen." DerHeld hat nur ein Wort" ist die Begründung in einem kurdischen Märchen( P. Lerch, Forschungen über die Kurden, I, Petersburg, 1857, 57 Lucy

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