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bei D'Herbelot, Bibliothèque orientale Glossar ::: zum Glossareintrag  orientale, Paris, 1697, 864, wo der Ver-fasser Abou Houssain Mohammed Ben Soliman Ali Aschari heißt, absieht- D'Herbelot schreibt, wo es nur angängig ist, Mirkhond aus, durchausunbekannt zu sein: E. G. Browne erwähnt es ebensowenig wie der Katalogdes British Museum; Botero aber könnte von seinem Inhalt durch einenMissionär Kenntnis erhalten haben. Als sicher erhellt wohl aus unserenDarlegungen, daß Boteros Quelle identisch ist mit Mirkhonds Erzählung').

Die Geschichte Boteros hat zur Gänze sein Ordensbruder CarloCasalicchio mit nur geringfügigen Änderungen für die 1. Argutia der 10. De-kade der 2. Centuria seines Utile col dolce( 1671) übernommen( Venezia,1708, 343 f.), und so ist sie dann in die deutsche Übersetzung des Buchs( Augspurg, 1706, 246 f.) übergegangen. Eine andere deutsche Bearbeitung,allerdings nur des ersten Teils, der von der Hütte der Greisin erzählt, stehtbei Abraham a Sancta Clara, Judas der Erzschelm, Salzburg, 1710, II,115 f.; sie beruht aber nicht unmittelbar auf Boteros Text, sondern aufdem Botero ausschreibenden 6. Kapitel des 4. Teils der zuerst 1678 erschie-nenen Stuore des Jesuiten Giovanni Stefano Menochio. Keine dieserzwei deutschen Versionen scheint weitergewirkt zu haben; desto mehr trifftdies zu bei der unmittelbar nach Boteros Detti gemachten Übersetzung inden Allerhand Gottseeligen Antworkt oder Reden, Drittes Hundert, o. O.( aber Frankfurt a. M.), 1620, deren Verfasser sich in einer Vorrede mit

1) Dahingestellt möge auch bleiben, welche Fassung der persischen Sage einerGeschichte zugrunde liegt, die Georgios Kodinos, der die Eroberung Konstantinopelsdurch die Türken erlebt hat, in seiner Schrift legi τns ozodoμns τov vaov τns áriasZopias nachgeahmt hat; er berichtet nämlich( Patrol. graeca, CLVII, 615): KaiserJustinian kaufte, als er an den Bau der Sophien- Kirche ging, alle Häuser zusammen,die im Wege standen; eine Witwe aber, Anna mit Namen, weigerte sich, das ihrigeabzutreten, und sagte, es sei ihr nicht einmal um fünfhundert Pfund feil. Nachlangen Verhandlungen ging schließlich der Kaiser selber zu ihr und bat sie inständig,in den Verkauf zu willigen; sie antwortete: Es wäre unbillig von mir, HerrKaiser, daß ich von dir den Preis des Hauses nähme; ich will jedoch, damit auch icham Tage des Gerichtes Gnade finde und in der Nähe meiner Wohnung begrabenwerde, an dem Aufwand für den Dombau teilhaben und mir das Gedächtnismeiner Schenkung sichern." Der Ort ihres Hauses aber umfaßte die ganze Schatz-kammer samt der Kapelle des hl. Petrus. Diese Geschichte hat samt andernbei Kodinos stehenden Fr. Rückert bearbeitet; sie bilden das Stück Hagia Sofiain der Sammlung byzantinischer Sagen, die sich unter dem Titel Hellenis in seinemNachlasse vorgefunden hat( bg. v. H. Kreyenburg, Hannover, 1927, 37).

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