immer fortgefahren hat, ausgenommen nur die Kriegsjahre von 1756 bis1763, daß er 1752 ein eigenes Hofbauamt oder Baukomfor in Potsdamerrichtet, daß sich die Zahl der umgebauten Häuser 1779( 2. Aufl., 837) andie 400 erstreckt hat, 1786 aber( 3. Aufl., 1119) an die 600, und daß von 1741bis 1780( 3. Aufl., a. a. O.) 468 steinerne Bürgerhäuser erbaut und ihrenBesitzern geschenkt worden sind. Dann heißt es( 2. Aufl., 870 f., 3. Aufl.,1157) nach der Erwähnung, daß König Friedrich das Potsdamer Rathausnach Muster des Amsterdamer Rathauses durch Boumann habe bauen lassen,in einer Fußnote:
Der König war Willens, das Rathaus durch das nebenstehende Bäcker-haus beym neuen Bau zu vergrößern, und ließ dem Eigentümer desselbenanbieten, ihm nicht allein das Haus baar zu bezahlen, sondern ihm nochüberdas in einer andern Gegend der Stadt ein neues Haus unentgeldlichbauen zu lassen. Es war aber dieser Mann auf keine Weise dazu zubewegen, weshalb die Vergrößerung des Rathhauses unterblieb. Da derKönig in der Folge sämtliche Häuser am alten Markt neu erbauen lassenund den Eigenthümern geschenkt hat, so ist dieses das einzige, welches stehengeblieben ist.
In der zweiten Auflage der Beschreibung der Residenzstädte sagtNicolai in der Vorrede, die Topographie Potsdams sei„ ein ausschließlichesWerk des Herrn Hofrath Desfeld", und dieser Desfeld ist der 1788 zumGeheimen Rate ernannte frühere Ingenieurleutnant, betraut mit denarchivalischen Arbeiten für das Landbuch des Kurfürstenthums und derMark Brandenburg; an dem Zeugnis dieses Mannes ist schlechterdingsnicht zu zweifeln. In der Vorrede zur driften Auflage entschuldigt sichNicolai, daß er nicht selber nach Potsdam gekommen sei, aber die allge-meine Besorgung und Anordnung der von Potsdam einzuziehenden Nach-richten habe Hr. Hauptmann von Stamford vom K. Ingenieurkorps über-nommen, und dann läßt er eine lange Liste von Herren folgen, die demHauptmann beigestanden haben; Heinrich Wilhelm von Stamford nun stehtzwar in der Literaturgeschichte als Lyriker, war aber auch als Major à lasuite in Potsdam Lehrer des Prinzen Louis Ferdinand und des späternKönigs Friedrich Wilhelm III., und da dürfte auch seine Glaubwürdig-keit in solchen Dingen über jeden Zweifel erhaben sein. So haben wirdenn in der Geschichte von dem Potsdamer Bäcker sozusagen ein dokumen-tarisches Beispiel von Friedrichs Billigkeit gegenüber Leuten, die ihn nichtüber ihren Besitz verfügen lassen wollten; sie ist aber auch die einzige, an
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