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Konsolidierungen
sich statutengemäß auf die ganze cisleithanische Hälfte der Monarchieerstrecken soll", zu vermitteln, da in ihr„ quantitativ[...] die Gegen-stände aus den Alpenländern[ überwiegen]"; und zum andern, dass„ dieüberwiegende Mehrzahl der ausgestellten Gegenstände dermalen nursehr mangelhafte Aufschlüsse zu geben imstande sind"- nämlich wederüber ihre„, technologisch- künstlerisch- wirtschaftlichen Umstände, d. h.die Antwort auf die Fragen woraus, womit und wie diese Dingegemacht sind", noch über die„ Umstände von eigentlich ethno-graphischem Interesse, d. h. Antwort auf die Fragen wo, von wem undzu welchem Gebrauch sie gemacht sind."
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Gerade der Vorwurf des„ mangelhaften Aufschlußes" der ausge-stellten Gegenstände wog schwer, wurde er doch von jemandem vor-gebracht, der dem Sammlungskonzept der Vereinsleitung einen( vielleicht sogar: den) Weg vorgegeben hatte-- und zwar mit der begriff-lichen Ausdifferenzierung des Phänomens„ Volkskunst“. Nach dergern zitierten späteren Definitionspragmatik Leopold Schmidts nennenwir zwar ,, eigentlich doch alle das, Volkskunst', was Michael Haber-landt vor mehr als siebzig Jahren zu sammeln begonnen hat und wasseither das Österreichische Museum für Volkskunde und seine vielenkleineren Nachfolger im Lande füllt. Doch hat Alois Riegl in seinem1894, also im Gründungsjahr des Vereins erschienenen Büchlein„ Volkskunst, Hausfleiss und Hausindustrie“ den Begriff der Volkskunstpräzis herausgearbeitet – und dabei zur Grundlage einer„ gewissermaßenwirtschaftswissenschaftlich systematisierte[ n] Primitivitätstheorie Glossar ::: zum Glossareintrag Primitivitätstheorie<< 21gemacht, wenn er„ zur Beurtheilung der Volkskunst vom wirthschaft-lichen Standpunkte zunächst die unterste Stufe der wirthschaftlichen
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Riegl 1895( wie Anm. 14), S. 219 u. 220.
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19 Der Ausdruck ,, Volkskunst“ wurde von Rudolf Eitelberger schon einiges früher( 1876) ver-wendet, vgl. Franz Grieshofer: Erforschung und Bewertung von Volkskunst in Österreich. In:Jahrbuch für Volkskunde 1992, 81-104, S. 88.
20 Leopold Schmidt: Volkskunst in Österreich. Wien, Hannover 1966, S. 9. Mit dieser„ ebensotrefflichen wie ärgerlichen[...] Resignationsformel"( Deneke, wie Anm. 24, S. 13) erweistsich Schmidt im übrigen mutatis mutandis ebenso( vielleicht unbewusst) selbstreflexiv- weit-sichtig wie etwa seinerzeit Kurt Stavenhagen, der ja einmal von der„ Problematik desBegriffes, Volk' im Sinne der Volkskunde“ gesprochen hat; Kurt Stavenhagen: KritischeGänge in die Volkstheorie( Abhandlungen der Herder- Gesellschaft und des Herder- Institutszu Riga 7). Riga 1936, S. 5.
21 Gottfried Korff: Volkskunst und Primitivismus. Bemerkungen zu einer kulturellen Wahr-nehmungsform um 1900. In: ÖZV 48/97, 1994, S. 373-394, S. 383.