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Auf der Bühne früher Wissenschaft : aus der Geschichte des Vereins für Volkskunde
(1894 - 1945)
Entstehung
Seite
317
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CHRONIK DES VEREINS FÜR VOLKSKUNDE

1894-1945

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Die angeführten Daten und Belege stammen großteils aus den teils inSonderdrucken, teils in der Zeitschrift für österreichische Volkskunde"( ZföV), der, Wiener Zeitschrift für Volkskunde"( WZfV) bzw. derÖsterreichischen Zeitschrift für Volkskunde"( ÖZV) veröffentlichten Jahres-" bzw. Tätigkeitsberichten" sowie aus den verschiedenen Vereins-nachrichten" bzw. Mitteilungen, die in praktisch allen Heften der jeweiligenJahrgänge erschienen sind. Die zahlreichen Originalzitate, die( zum Teil auchin ihrer Redundanz) einem gewissermaßen atmosphärischen Eindruck dienensollen, werden in Kursivschrift wiedergegeben und knapp ausgewiesen.Angaben zu Personen folgen dem Wortlaut der jeweiligen Quelle. Ab dem Jahr1919 wird das( entsprechend dichtere) Material nicht mehr chronologischgegliedert, sondern ansatzweise thematisch- inhaltlich gereiht.

1894

Mitte Oktober Michael Haberlandt, Wilhelm Hein und Moriz Hoernesentwickeln die Idee zur Gründung eines Vereines für österreichischeVolkskunde:

Es war Mitte Oktober 1894, als der Unterzeichnete[ MichaelHaberlandt] seinen Freunden und Collegen Dr. Wilhelm Hein, derdamals eben von seiner volkskundlichen Recognoscierungstour inden Alpenländern und sodann in Mähren, Böhmen und Galizienzurückgekommen war, und Dr. Moriz Hoernes zum ersten Male inden Grundlinien die Idee der Gründung eines Vereines für öster-reichische Volkskunde entwickelte. Die Dringlichkeit und Ersprieẞ-lichkeit eines derartigen Unternehmens, mit dem unser Österreichgegenüber den anderen europäischen Culturländern im Rückstandewar, leuchtete uns damals von vornherein ein; es fragte sich nur, wieein solches Unternehmen ins Werk zu setzen wäre.[...] Die Mittel zurPflege der österreichischen Volkskunde erkannten wir in der Heraus-gabe einer möglichst oft erscheinenden Zeitschrift und in der Anlegungvon Sammlungen volksthümlicher Gegenstände aus allen Gauen Öster-reichs.( ZföV 1, 1895, S. 22)