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Auf der Bühne früher Wissenschaft : aus der Geschichte des Vereins für Volkskunde
(1894 - 1945)
Entstehung
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Gründerjahre

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samt ihren rassistischen Ingredienzien recht deutlich aus diversen,weiter unten noch in extenso zitierten, Bemerkungen in seinen Publi-kationen spricht so zeigt sich Michael Haberlandt derart schlicht alsVertreter von Einstellungen, die in Luegers Wien aus dem wenigspäter konsequenterweise Hitlers Wien" werden sollte die einesdurchschnittlichen Besuchers von Stammtischen wie Salons gewesenist. Womit die recht inhomogene soziale Topographie jener Klientelangesprochen ist, die das gesellschaftliche Substrat der Wiener Vereinsfür Volkskunde gebildet hat.

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Gesellschaftliches Umfeld

Ein Verein ist am Schlusse des Jahres 1894 in Wien von einer großenAnzahl tüchtiger und für die Sache begeisterter Männer gegründetworden, welche, soviel wir aus dem ersten Mitgliederverzeichnisse er-kennen, sehr verschiedenen Völkerschaften der im Reichsrate ver-tretenen Königreiche und Länder' angehören.[...] Der Verein ist orga-nisiert wie andere derartige Vereine, verfolgt auch dieselben Zwecke undist freudig zu begrüssen.

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Wenn der Braunschweiger Geo- und Ethnograph Richard Andree indem von ihm redigierten und herausgegebenen Globus( der Illu-strierten Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde) den eben ins Lebengerufenen Verein für österreichische Volkskunde in doch nur rechtverhaltener Zustimmung und auf knappem Raum erwähnt, so mag sichdas zunächst simplem Konkurrenzdenken verdanken. Immerhin sehen wirin Andree einen späten Vertreter jener geographisch-, landeskundlichen'

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179 Siehe etwa das Kapitel Die aus Asien nach Europa eingewanderten Völkerschaften" inMichael Haberlandt: Die Völker Europas und des Orients Glossar ::: zum Glossareintrag  Orients. Leipzig, Wien 1920, S. 132-136.180 Siehe dazu die gleichnamige Studie von Brigitte Hamann( München" 2003).181 Globus, Jahrgang 67, Nr. 7, Februar 1895, S. 116. Zum gesellschaftlichen Umfeld desVereins( wie auch weiter unten zur Rolle A. Helferts und F. Grössls) s. Herbert Nikitsch:Helfert- Thirring- Grössl. Biographisches aus den Anfängen des Vereins für österreichischeVolkskunde. In: Franz Grieshofer, Margot Schindler( Hg.): Netzwerk Volkskunde. Ideen undWege. Festgabe für Klaus Beitl zum siebzigsten Geburtstag(= Sonderschriften des Vereins fürVolkskunde in Wien 4). Wien 1999, S. 165-183.

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Vgl. Rolf Wilhelm Brednich: Richard Andree( 1835-1912). Ein Gedenken zu seinem 150.Geburtstag am 26. Februar 1985. In: Volkskunde in Niedersachsen 2/1, 1985, S. 5-9.