rung erheblichen Widerstand leistete. 1941-44 war die Huzulščina vonDeutschland, Ungarn und Rumänien besetzt. Die Vernichtung der jüdi-schen Bevölkerung während des Krieges und die darauf folgende,durch die Sowjetunion aufgezwungene Migration beendete die Viel-völkergeschichte Galiziens endgültig. Die Huzulščina behielt trotz derEtablierung des sowjetischen Gesellschaftssystems ihre folkloristi-schen Spezifika.
Die Produktpalette besteht heute im wesentlichen aus Schnitzarbei-ten, Intarsien, Glasperlenschmuck, Weberei, Töpferei, Bekleidung undOstereiern. Nicht mehr fortgeführt werden die Messingarbeiten ausdem 19. Jahrhundert( siehe Abb. 9).
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the author Marka Mahadyysk
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Abb. 9: Auszüge aus dem Produktkatalog, Kunstgewerbe- Universität Kosiv, 2002
Für die Aufrechterhaltung der verschiedenen Handwerks- undMustertraditionen war eine Lehreinrichtung in Kosiv maßgebend. Dortexistierte schon 1882 eine„ Gewerbeschule für Weberei und allgemei-nes Gewerbe". 1939 wandelte man sie in eine Lehranstalt für Volks-kunst der Huzulen um, mit dem Ziel, die verschiedenen Formen desHandwerks zu pflegen und zu fördern. In den 1950er- 80er Jahrenunterrichtete man dort Studenten aus allen Teilen der Sowjetunion.1993 erhielt die Schule als Kolleg Hochschulstatus, ab 1999 Universi-tätsstatus. In Teile des Unterrichts sind Ethnographen eingebunden, imFeld wird mit den so genannten Volksmeistern zusammengearbeitet.
Durch die institutionelle Vernetzung dieser Hochschule entsteht einleistungsstarker„ Volkskulturmotor", der gemeinsam mit dem Regi-
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