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Keramik als Zeichen regionaler Identität : Beiträge des 36. Internationalen Hafnerei-Symposiums des Arbeitskreises für Keramikforschung vom 21. bis 26.9.2003 in Kittsee
Entstehung
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Vorwort

Veronika Plöckinger

Nach über 20 Jahren konnte das Internationale Hafnerei- Symposiumdes Arbeitskreises für Keramikforschung 2003 wieder in das Ethnogra-phische Museum Schloss Kittsee eingeladen werden.' Die inhaltlicheBeschäftigung mit dem Themenkreis, Keramik als Zeichen regionalerIdentität im Rahmen dieser Tagung sollte gleichzeitig als Vorberei-tung der internationalen Sonderausstellung Keramik³- gebrannteIdylle. Typen- Regionen- Museen" dienen, die praktisch zeitgleichmit der Tagung- gemeinsam mit dem Slowakischen Nationalmuseumin Martin und dem Savaria- Museum in Szombathely konzipiert und anallen drei Museen gezeigt wurde bzw. bis Juli 2005 noch zu besichti-gen ist. Die Idee zu Tagung und Ausstellung stammt von Dr. FranzGrieshofer, dem Direktor des Österreichischen Museums für Volks-kunde, der die Vision einer Auseinandersetzung vor allem mit derKeramik der östlichen Nachbarländer, auch aufgrund der vorangegan-genen Schließung der Keramikpräsentation in Schloss Gobelsburg( Niederösterreich), hatte. Umso mehr erfüllt es mit Freude, wenn solcheine Vision Wirklichkeit wird!

Passend zum Thema Keramik als Zeichen regionaler Identitätstanden zwei Tagesfahrten zu Töpfereibetrieben und historischen Töp-ferzentren im Burgenland und in der Slowakei auf dem Tagungspro-gramm: Bereits am ersten Tag konnte eine dem Thema entsprechendeAuswahl an Keramik des Österreichischen Museums für Volkskundebesichtigt und bestimmt werden. Dank dafür gebührt dem Direktor desMuseums, Dr. Franz Grieshofer, sowie der Keramikfachfrau Dr. Clau-dia Peschel- Wacha. Der Mittwoch führte die Gruppe in den burgenlän-dischen Töpferort Stoob, wo die Töpferei Friedl- Graf, die Landesfach-schule für Keramik und Ofenbau, das historische Töpferhaus und dereinzigartige Brennofen mit seinem Gewölbe aus speziellen bodenlosenTongefäßen sowie der größte Betrieb des Ortes, die Pannonia- Kera-mik"( ehem. Larnhof) besichtigt wurden. Hier wurde auch die in zweiVorträgen intensiv thematisierte Gefäßform des Plutzers extra für die

1 Vgl. Beitl, Klaus( Hg.) und Gertraud Liesenfeld( Bear.): Keramikforschung. Referatedes 14. internationalen Hafnerei- Symposions im Ethnographischen Museum SchloßKittsee vom 6.- 11. 9. 1981(= Kittseer Schriften zur Volkskunde, Bd. 2). Wien 1984.

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