Ursula Fesca- ein Leben für die Keramik.Eine Ausstellung im Ofen- undKeramikmuseum Velten
Monika Dittmar
Das Ofen- und Keramikmuseum Velten zeigte im Jahr 2003 eine Aus-stellung, die wohl zum ersten Mal überhaupt das Wirken von UrsulaFesca in den drei Steingutfabriken Velten- Vordamm, Elsterwerda undWächtersbach in einer Präsentation vereinigte. Sowohl die Wächters-bacher als auch die Elsterwerdaer Arbeiten von Ursula Fesca warenzuvor schon an unterschiedlichen Standorten zu besichtigen gewesen:Wächtersbacher Steingut in Darmstadt, Gera, Fulda und Kassel imJahre 2002, ebenso im Schlossmuseum Jever- hier speziell das Ser-vice„ Haarlem". Weiterhin waren ihre Elsterwerdaer Arbeiten Teileiner Ausstellung im Jahre 2000 im Atelierhof Werenzhain. In Veltengelang es jedoch, das zeichnerische und keramische Gesamtwerk allerdrei Wirkungsstätten dieser unermüdlichen Künstlerin gemeinsam vor-zustellen( siehe Abb. 1).
Das Ofen- und Keramikmuseum Velten hatte das Angebot erhalten,aus Familienbesitz den reichen zeichnerischen Nachlass sowie aucheinige keramische Arbeiten aus der Wächtersbacher Zeit- denen aller-dings der tägliche Gebrauch zu den familiären Mahlzeiten deutlichanzusehen war- in einer Ausstellung zu zeigen. Das Veltener Museumselbst besitzt zwar nur wenige Stücke von Ursula Fesca, doch esgelang, mit Hilfe von weiteren Leihgaben aus zwei umfangreichenPrivatsammlungen einen umfassenden Einblick in das Schaffen dieservielseitigen Keramikerin, also eines Lebens für die Keramik, ziemlichvollständig darzustellen.
Zu den überwiegend aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ausWächtersbach stammenden Arbeiten aus dem Besitz der Fesca- Fami-lie kamen so auch Stücke aus Velten- Vordamm, ihrer ersten Wirkungs-stätte, aus Elsterwerda, wo sie anschließend tätig war, sowie vor allemihre frühen und interessanten Arbeiten aus Wächtersbach, jener Stein-gutfabrik, in der sie zwischen 1932 und 1965 arbeitete, in einergemeinsamen Präsentation zusammen.
Die Produkte der drei Steingutfabriken Velten- Vordamm, Elster-werda und Wächtersbach zwischen 1925 und 1965 stehen bis auf
341