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Keramik als Zeichen regionaler Identität : Beiträge des 36. Internationalen Hafnerei-Symposiums des Arbeitskreises für Keramikforschung vom 21. bis 26.9.2003 in Kittsee
Entstehung
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Künstlerlexika auf, und Werke von ihm, vor allem Porzellanportraitsim Stil des Klassizismus, blieben im Bischöflichen Ordinariat und imBayerischen Nationalmuseum zu München sowie im Tiroler Landes-museum Ferdinandeum und im Volkskunstmuseum zu Innsbruckbewahrt. Nach seiner Zeit als Manufakteur in Schwaz begann fürAlbaneder erneut ein Wanderleben. Mit selbstkonstruierten, mecha-nisch beweglichen lebensgroßen Wachsfiguren zog er als Schaustellerdurch die Lande. Ab den 1820er Jahren verlieren sich seine Spuren.Sein Todesdatum ist nicht bekannt.18

Die wichtigste Quelle zur Geschichte der Schwazer Steingutfabrikbildet die Wiesersche Chronik von 1903.19 Drei Dinge stechen bei ihrerLektüre hervor: Zunächst wird die Albanedersche Gründungsepisodedazu benutzt, dem Betrieb ein möglichst hohes Alter zu verleihen,nämlich 1801, also das Jahr, in dem Albaneder das Anwesen kaufte,auf dem er seine Manufaktur einzurichten beabsichtigte.20 Es ist dieseine übliche Erscheinung in Gewerbe und Industrie, der Firma ein frü-hes Gründungsdatum zu verleihen, um so der Kundschaft Traditionund Solidität vorzugaukeln. Beispielsweise gelang es den Bunzlauerkeramischen Werkstätten Hugo Reinhold& Co. im Laufe der Zeit nachmehr oder weniger obskuren Unterlagen, ihren Beginn von zunächst1897 um fast 160 Jahre auf 1739 herabzudrücken.21

Den zweiten bemerkenswerten Punkt bildet das Bestreben Wiesers,die Ära Albaneder in einer Weise zu diffamieren, die ihn heutzutagemit einer Fülle von Verleumdungsklagen eingedeckt hätte. Da aber derBetriebsgründer zu diesem Zeitpunkt schon rund ein dreiviertel Jahr-hundert im Grabe ruhte, konnte sich dieser natürlich nicht wehren. DieHäme, die Wieser über Albaneder ausschüttet, überschreitet jedes Maẞan Toleranz- und Glaubwürdigkeit. Das betrifft nicht nur die Person,sondern auch die finanzielle wie produktive Gebarung des Reüssanten.Da heißt es beispielsweise: Die aus Maurach zugeführte Thonerdewurde... leider nicht so geeignet befunden, als Albaneder in der Freu-

18 Vgl. Arch 1990, S. 41.- Campei- Klapfer 1989, S. 38 f. und S. 57-59.- Wieser 1903,S. 3 f. und S. 10.

19 Vgl. Wieser 1903.

20 Vgl. Kaufvertrag zwischen Eustach Kirchbichler, Schweinemetzger und Gastwirt zur,, Traube" in Schwaz, und Johann Albaneder vom 21. Oktober 1801: Campei- Klapfer1989, S. 40 f. Wieser 1903, S. 4.

21 Vgl. Lippert, Inge: Geschichte der Feinsteinzeugfabrik Julius Paul& Sohn, Bunzlau( 1893-1945). In: Nearchos 8-10, 2000/02, S. 11-170, hier S. 143.

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