Inventarisierung per EDV
Kurze Zeit später plante der Leiter des Töpfereimuseums Langerwehe,Dr. Burchard Sielmann, seine Museumsbestände mittels EDV zuinventarisieren. Gleichzeitig schwebte ihm eine Nutzung des damalszumindest für die Museen noch relativ neuen Mediums Internet vor-wiegend für die Öffentlichkeitsarbeit seines Hauses vor. Da sich baldherausstellte, dass dies ein extrem aufwändiges und kostenintensivesProjekt werden würde, kam er recht bald auf die Idee, die Arbeit mitden anderen Museen zu koordinieren und stellte nach Rückspracheeinen entsprechenden Förderantrag beim Landschaftsverband Rhein-land. Dort traf man auf offene Ohren, und ab 1999 wurde eine groß-zügige finanzielle Förderung dieses„ Pilotprojektes für rheinischeMuseen" im Rahmen der Regionalförderung zugesagt. Die Verant-wortlichen des Landschaftsverbandes Rheinland fanden das Projektso interessant, dass sie sogar bereit waren, die beiden Museen, dienicht zu dessen ,, Hoheitsgebiet" zählten, nämlich das KeramikmuseumWesterwald( Rheinland- Pfalz) und das Töpfereimuseum Raeren( Bel-gien) auf gleicher Stufe mit zu fördern.
Der erste Projektentwurf sah unter anderem die Erstellung einergemeinsamen Plattform im Internet vor, in deren Rahmen die touristi-schen Aspekte der verschiedenen Häuser vermarktet werden sollten.Neben den Öffnungszeiten und sonstigen relevanten Angaben solltenzum Beispiel ein virtueller Rundgang durch die Museen vorhandensein, die jeweiligen Veranstaltungen und Sonderausstellungen vermark-tet werden und allgemein für die Keramikmuseen geworben werden.
Eigentliches Kernstück des Projektes jedoch waren die Erstellungund der Aufbau einer gemeinsamen Datenbank, die mittels des Medi-ums Internet durch die Besucher weltweit genutzt werden kann, umsich einen ersten Einblick in die Bestände der Häuser zu verschaffen.Darüber hinaus sollte diese Datenbank so komplex sein, dass sie injedem Museum die komplette Inventarisierung der Bestände ermög-licht, wobei diese realistischerweise von Beginn an aufganze Gefäße( repräsentative Objekte), aussagekräftige Scherben( Wappen oderHausmarken) sowie Hilfsmittel( Brennhilfen usw.) beschränkt werdensollten. Die Millionen von archäologischen Bruchstücken, die darüberhinaus in den letzten Jahrzehnten angesammelt wurden, konntenunmöglich berücksichtigt werden.
Neben der Reduzierung der Kosten' und des Arbeitsaufwandes²durch Aufteilung auf fünf Museen eines alleine hätte ein solches
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