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Tourismus und Regionalkultur : Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1992 in Salzburg
Entstehung
Seite
149
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ULRIKE KAMMERHOFER- AGGERMANN UND ALMA SCOPE, SALZBURG

Kleidungsverhalten von Künstlern und Gästen derSalzburger Festspiele und der einheimischen Bevölkerungzwischen 1920 und 1938- eine Wechselwirkung? ¹

EINLEITUNG

Ziel dieser Untersuchung war die Hinterfragung einer Vorstellung, die imBewußtsein weiter Teile der Salzburger und Österreichischen Bevölkerungverankert ist. Dabei wird angenommen, die Entstehung der SalzburgerTrachtenmode sei auf die Vorbildwirkung der Einheimischen in den 1920erund 30er Jahren zurückzuführen. Die Autorinnen stellten es sich zur Auf-gabe, diese Annahme zu überprüfen. Eine Wechselwirkung zwischen denEinheimischen einerseits und den Festspielgästen und Touristen anderer-seits bestand zwar eindeutig, aber in differenzierterer Form. Sie hattesowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Hintergründe und ent-wickelte eine eigene politische Dynamik, die bislang nicht berücksichtigtworden war.

SALZBURG

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DIE IDYLLE

Das ideale Bild der Salzburger Sommergesellschaft schildert der Salzbur-ger Maler und Freund Anton Faistauers, Wilhelm Kaufmann, im Profil",Sonderausgabe Salzburg im Jahre 1935:

,, August in Salzburg- Festspiele- das ist Inbegriff erlesenen Ge-nusses. Bezaubernde Musik, mitreißendes Schauspiel erheben in

1 Das vorliegende Tagungsreferat stellt den ersten, kurzen und daher plakativen Über-blick über ein umfangreiches Forschungsprojekt des Salzburger Landesinstitutes fürVolkskunde dar. Zum Gesamtprojekt siehe: Ulrike Kammerhofer- Aggermann- AlmaScope Walburga Haas( Hg.): Trachten nicht für jedermann? Heimatideologie undFestspieltourismus dargestellt am Kleidungsverhalten von 1920 bis 1938 in Salzburg(= Salzburger Beiträge zur Volkskunde, 6. Bd.). Salzburg 1993. Die gesamte Unter-suchung wurde durch Werkverträge des Salzburger Landesinstitutes für Volkskundeund der Gesellschaft der Freunde der Salzburger Festspiele ermöglicht.