BODENSTEMPELMARKEN DER FRÜHFEUDALEN KERAMIK
IN RUMÄNIEN
Von Dumitru Popa, Sibiu/ Hermannstadt
Ein charakteristisches Merkmal für die frühfeudale Keramikeines ausgedehnten geographischen Gebietes, das sich über Mit-tel- und Osteuropa erstreckt, sind die Reliefverzierungen auf demBoden der Gefäße. In Rumänien sind sie überall anzutreffen,wobei große Schwankungen von einer Region zur anderen festzu-stellen sind. Beachtenswert ist in dieser Hinsicht die Dobrudscha,das Gebiet zwischen der unteren Donau und dem Schwarzen Meer,mit kontinuierlicher römischer, römisch- byzantinischer und rumä-nischer Besiedlung, weiters Muntenien, insbesondere die Gebieteum die Donau, Siebenbürgen und die Moldau. Innerhalb der beein-druckend hohen Zahl an Gefäßen aus der frühfeudalen Epochestellen diejenigen mit Reliefverzierungen auf dem Gefäßbodennur eine geringe Anzahl, ca. drei bis vier Prozent, dar dieseGefäße sind vor allem in der Dobrudscha verbreitet.
In chronologischer Hinsicht ist die Keramik mit Bodenstempel-
marken vom 8. bis zum Ende des 14. Jahrhunderts nachweisbar,wobei zu Anfang und Ende dieses Zeitabschnittes dieser Typusselten vorkommt.
Mehrere Fachleute aus dem In- und Ausland erforschten dieseGruppen von Keramik hinsichtlich ihrer Herkunft, Herstellungs-
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