Druckschrift 
Vergleichende Keramikforschung in Mittel- und Osteuropa : Referate des 14. Internationalen Hafnerei-Symposiums vom 7. - 11. September 1981 im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

ALTER, KONTINUITÄT UND EINHEIT

IN TECHNIK, FORM UND DEKOR DER

RUMÄNISCHEN VOLKSKERAMIK

Von Cornel Irimie(+), Sibiu/ Hermannstadt

1. Alter und Kontinuität

Die Forschungen und archäologischen Grabungen, die in derletzten Zeit durchgeführt wurden, haben viele Probleme be-züglich des Ursprungs und der Entwicklung der Keramik inRumänien gelöst. Auch geben sie Zeugnis von der Geschichtejenes Landes, das an dem Schnittpunkt zweier Zivilisations-kreise liegt, und von jenem Volk, das sich seit Tausendenvon Jahren auf dieser alten Kulturwiege, gebildet aus demKarpatenbogen und auf die alte Donau und die Küste desSchwarzen Meeres gestützt( 1), durch Beständigkeit aus-zeichnet. In der alten rumänischen Kunst stellt die Keramikeinen entsprechenden Beweis für die Bewahrung alter Kultur-formen( getodaktisch und römisch- byzantinisch) auf demselbenTerritorium dar, das von einer seßhaften Bevölkerung bewohntwar und bei der die Bearbeitung des Tons von GenerationGeneration seit der Jungsteinzeit weitergegeben wurde.

zu

Der Reichtum der Formen und des Dekors der rumänischenVolkskeramik fuẞt gerade auf dem Fortbestand einiger alt-hergebrachter Elemente. In diesem Sinne kann die Cucuteni-

73