DIE KACHELÖFEN IN DEN RUMÄNISCHEN FÜRSTENTÜMERN
VOM 14. BIS 16. JAHRHUNDERT
( Zusammenfassung)
Von Elena Busuioc, Bucureşti/ Bukarest
Die im Jahre 1970 in Rîmnicu Vîlcea( Oltenien) und 1968im alten Kloster Humor( Moldaugebiet) von der Autorindurchgeführten archäologischen Forschungen brachten u. a. dieEntdeckung zweier Topfkachelöfen mit sich: der eine Ofenstammt vom Ende des 14. Jahrhunderts, der andere aus dem16. Jahrhundert.
Aufgrund der Sicherstellung von Wandfragmenten des Ofensaus Vîlcea war die vollständige Rekonstruktion eines aus Topfka-cheln gebauten Ofentypus erstmals möglich, sodaß anhand vonkonkreten archäologischen Dokumenten ein wichtiger Schritt inder Kenntnis um die Einrichtungen der mittelalterlichen Woh-nungen aus den rumänischen Fürstentümern im 14. Jahrhunderterfolgen konnte, wobei neue Gesichtspunkte wie an der Ästhetikorientierte Aspekte und Faktoren des Komforts im besonderensowie Fragen der Innenarchitektur allgemein in den Vordergrundgestellt wurden.
Das Ofenensemble von Vîlcea besteht aus drei unterschied-lichen Teilen, die gleichzeitig auch ihre Funktionen widerspiegeln:der Ofen setzt sich zusammen aus einem quadratischen Sockel alsBrennraum, einem zwölfseitigen Prisma in der Mitte als Heiz-raum und einer Konsole mit vorragendem Gesims und Zinnen-verzierung als oberem Abschluß.
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