Vorwort
Das Ethnographische Museum Schloß Kittsee mit den Sammlungenzur Volkskunde Ost- und Südosteuropas aus dem ÖsterreichischenMuseum für Volkskunde, dem: Wiener Museum für Völkerkunde unddem Österreichischen Museum für angewandte Kunst sowie auseigenem Bestand besitzt aufgrund seiner Sekundärsammlungen( Bi-bliothek, Photothek, Archiv) seit den Tagen seiner Gründung zu-gleich Institutscharakter und hat auch die Berufung, Veranstal-tungsort von Studientagen, Seminaren und wissenschaftlichen Sym-posien zu sein. Die Themenstellung des Museums und seine Lageim äußersten Osten Österreichs schreiben ihm die Funktionen einerBegegnungs- und Vermittlungsstätte zwischen Ost und West zu.
Der Gedanke einer Einladung an das seinerzeit von RudolfStieber gegründete und inzwischen von Ingolf Bauer( Bayerisches Nationalmuseum in München) geleitete DeutscheHafner- Archiv, am Ethnographischen Museum Schloß Kittsee inder Zeit vom 7. bis 11. September 1981 das 14. InternationaleHafnerei- Symposium mit dem Generalthema" Vergleichende Kera-mikforschung in Mittel- und Osteuropa" durchzuführen, fand seinezusätzliche Motivierung in dem Umstand, daß das Museum nichtnur selbst über eine bedeutende Sammlung volkstümlicher Keramikaus dem genannten Umkreis verfügt, sondern daß an Ort und Stel-le ein namhafter Keramikfund gemacht werden konnte. Was beiden Wiederherstellungsarbeiten des Schlosses Kittsee im Jahr 1973an historischer Keramik im Küchenkeller gehoben wurde, erfährtseit geraumer Zeit in der Schausammlung des Museums eine ge-sonderte Darstellung und wurde von seinem Entdecker AdolfMais anläßlich des Symposiums in einer gesonderten Schrift ver-öffentlicht( Adolf Mais, Der Kellerfund von Kittsee. Kittsee 1981).