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Vergleichende Keramikforschung in Mittel- und Osteuropa : Referate des 14. Internationalen Hafnerei-Symposiums vom 7. - 11. September 1981 im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee
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DIE MOBILITÄT DER HAFNER

IN DEN LÄNDLICHEN TÖPFEREIZENTREN SÜDPOLENS

VOM 18. BIS 20. JAHRHUNDERT

Von Edward Pietraszek, Wroclaw/ Breslau

Die Geschichte des Töpfergewerbes umfaßt auch die Ge-schichte der Menschen, die dieses Gewerbe betrieben. Die fürpolnische Verhältnisse zutreffende Quellenlage ist leider sehrfragmentarisch und lückenhaft, besonders jene, die sich auf dieauf dem Lande in den Dörfern tätigen Hafner bezieht. Aufgrundeiniger Angaben aus Gutsinventaren, die das 18. und 19. Jahr-hundert betreffen sowie neuerer Feldforschungsergebnisse möchteich auf eine besondere, die Hafner in Südpolen betreffende Er-scheinung, mein Augenmerk wenden. Verglichen mit den Ver-hältnissen im deutschen Töpferhandwerk erscheint dieses Phäno-men nicht nur interessant, sondern auch auffällig.

Die Erblichkeit des Gewerbes, die das Erben der Werkstättemiteinschloß, ist eines der besonderen Merkmale des alten Hand-werks. Lehrlinge, Gesellen und schließlich Meister rekrutiertensich also zum größten Teil aus den Meisterfamilien. Es läßt sichjedoch feststellen, daß in Südpolen die Erblichkeit der Töpferwerk-stätten bis in das 19. Jahrhundert nicht die Regel war, obwohldas Töpfergewerbe bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts das Fort-kommen und Ansehen vieler Familien sicherte. Auf dem Lande

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