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Vergleichende Keramikforschung in Mittel- und Osteuropa : Referate des 14. Internationalen Hafnerei-Symposiums vom 7. - 11. September 1981 im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee
Entstehung
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weisen). Ein Belegexemplar aus der Sammlung des Brukenthal-museums trägt außerdem einen Glückwunsch in gotischen Letternund die Darstellung des Brautpaares. Aus Bistritzer Kacheln

wurden oftmals Braut und Bräutigam abgebildet, die einanderan der Hand halten oder gemeinsam ein doppelhenkeliges Ge-fäß tragen, aus dem ein Lebensbaum sprieẞt.

Wie auch bei anderen Übergangsriten folgten der Hochzeiteine Reihe von Bräuchen, die den Wandel innerhalb des SO-zialen Gleichgewichts sichern sollten. Zu erwähnen sind dieBesuche des Brautpaares bei den Trauzeugen am ersten Sonntagnach der Hochzeit und an anderen wichtigen Feiertagen desJahres. In Oas waren die Eheleute verpflichtet, alljährlich zuOstern den Trauzeugen einen irdenen Krug zu bringen, derseinen Ehrenplatz an einem Pfosten der Zimmerdecke er-

hielt.

Form

Die" Trauzeugen- Krüge" aus Oas haben eine ganz spezifischeund unterscheiden sich von jenen aus den übrigenGegenden des Landes: der bauchige Krugleib geht direkt ineine kleeblattförmige Mündung über, und der große halbkreis-förmige Henkel, mit einer Trinkwarze versehen, rundet dasBild ab. Die Ornamentik der" Trauzeugen- Krüge" enthältauch charakteristische Elemente, die sie grundsätzlich vonGebrauchsgefäßen dieser Region unterscheiden. Es handeltsich hiebei um stilisierte Blumen und Blätter als verkürzteFormen des Lebensbaumes. Farblich wird die übliche Chromatikbeibehalten: braun, grün und dunkelrot.

Die Bestattungsbräuche können ebenfalls in drei Abschnitteeingeteilt werden, und zwar: Trennung des Toten von denLebenden, Vorbereitung des Verstorbenen für den Übergangin eine andere Welt und seine Aufnahme unter die Toten.

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