Für die damaligen Ofenkachler hatte ein Zeichner namensBattermann sehr schöne Entwürfe für einen Pariser Ofenkachel-hersteller geliefert. Dieser Battermann hatte sogar später einAtelier zur Herstellung von Kacheln und Öfen in der Magda-lenengasse. Der letzte Hafnermeister aus der Familie Kromerstarb kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Doch schon einige Jahrevorher hatte die Straßburger Ofenkachel- und Kachelofenfabri-kation geendet.
Straßburg, aber auch Gebweiler im Oberelsaẞ waren umdie Mitte des 19. Jahrhunderts die Herstellungszentren der weißen,mit Rillen und Gitternetz gezierten Kachelöfen. Sie waren vonzylindrischer oder viereckiger, seltener ovaler Form. Die ältesten,waren in ihrer Gestaltung niedrig, viereckig oder rund, und überder Deckplatte ragte eine hohe Säule aus gerillten Rundkachelnauf, die aussah wie eine korinthische Säule. Diese, innen hohl,diente zur Führung des Rauches und der Abgase, während derkorinthische Säulenkopf zur Verdeckung der Rohrführung durch dieMauer bestimmt war. Der Bogen des Rohres war somit getarnt.Die Handwerker der Familie Hügelin stellten zwischen 1840 und1872 besonders schöne, sehr bunt engobierte und glasierte Kachel-öfen her.
Zu jener Zeit wurden in Straßburg drei große Geschirrmärktepro Jahr abgehalten, nämlich zu Ostern, zu Johannis( 24. Juni)undWeihnachtenzuauf dem berühmten Christkindelsmarkt.Diese Geschirrmärkte fanden anfänglich auf dem Münsterplatz,zwischen Rohranschloß und dem Südportal des Münsters, statt,wurden später jedoch auf den Jung- St.Peterplatz verlegt. Fürden Tansport der Hafnerware zum Verkaufsort verwendete manRückenkörbe. Bis 1858 vertrieben die Hafner das kleine Puppen-geschirr auf den Christkindelsmarkt selbst, ab diesem Zeitpunkt
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