( Turdenburg). Häufig sind die Objekte mit einer Brokatdekorationversehen, die mit einer Glasur gefärbt werden konnte. Oft setztsich der Fliesendekor auch auf den anderen Kacheln fort, sodaẞdie ganze Herdfläche wie eine einzige Tapete wirkt.
Die folgenden siebenbürgischen Stücke sind meist datiert.Das früheste Objekt aus der Sammlung des EthnographischenMuseums in Budapest weist die Jahreszahl 1661 auf. In einemRahmen sind drei Tulpen, die aus einem Herz herauswachsen. Injeder Kachel befindet sich eine weitere Tulpe. Das-selbe Grundmotiv ist auf der nächsten Kachel zu sehen, aller-dings wurden Nelken anstatt der Tulpen in die Ecken gesetzt.In der Mitte der Kachel ist ein Engel dargestellt.
Dieselbe Jahreszahl, 1661, findet sich auf einer grün gla-sierten Kachel mit zwei Krügen, die im Szeklerland dieSzekler waren adelig" Krüge der Adeligen" genannt wurden.Aus den Krügen wachsen lange Herzen.
Das nächste Stück ist ein Eck- Kachel, datiert 1701, aufder ein großer Krug mit zwei Henkeln, auch" italienischerKrug" genannt, dargestellt ist; die Bezeichnung ist ein Hin-weis für den Einfluß der Renaissance.
Mit der Jahreszahl 1707 ist eine grüne Kachel mit einerBurg datiert; dasselbe Motiv ist auch auf einem ung lasiertenStück zu sehen. Ähnlich ist auch das dritte Objekt: eine mitBurg und zwei heraldischen Tieren anmutende Kachelausschmük-kung.
Auf bürgerlichen, vielleicht auf sächsischen Einfluß ist beijener undatierten grünen Kachel mit fünf Nelken in einerarchitektonischen Struktur zu schließen.
Der" Italienische Krug" mit Blumen kommt auf Ofen-rändern vor; das hier gezeigte Stück wurde auch von denHabanern in Siebenbürgen erzeugt. Das folgende Stück stammt
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