Über die europäischen Porzellanherstellungen gibt es verschie-dene Handbücher mit Markenverzeichnissen, die Fachliteratur wieAdreẞbücher auswerten. Ich nehme hier das Handbuch von Danckertals Grundlage, zum Teil erweitert um die oben angeführte Litera-tur. Analog zum Steinzeug gibt es auch hier Ungenauigkeiten hin-sichtlich der technologischen Klassifizierung zwischen Porzellan,Fayence und Steingut, wobei in den Produktionen durchaus Über-schneidungen bestanden haben können, also z. B. die Herstellungvon Porzellan und Steingut.
I. BAYERN
Christoph Schmitz nennt in seiner Übersicht von 1836 folgende Por-zellanfabrikationen in Bayern, einschließlich Rheinpfalz: Au bei Mün-chen, Frankenthal, Nymphenburg, Bruckberg, Schney, Reichmanns-dorf, Tettau, Hausen, Regensburg, Schauberg, Hohenberg, Küps,Tirschenreuth, Eggendobl. Seine Angaben zu den Gründungsjahrenbleiben hier weg, da sie z. T. falsch sind( 26). Wenn die MünchnerVorstadt Au als Vorstufe zu Nymphenburg gerechnet wird, dannsind das die 13 bayerischen Fabriken, die der Bericht der Ministe-rial- Commission von 1835/36 erwähnt( 27).
Schmitz liefert eine grobe Beschreibung der Erzeugnisse der vonihm erwähnten oberfränkischen und oberpfälzischen Fabriken, diehier der Aufzählung der einzelnen Orte und Firmen vorangestelltwird:" Tafelgut wird auf diesen Fabriken gar nicht, Theegut wenig,desto mehr an Pfeifenköpfen und Türkenbechern angefertigt. DerAbsatz gehet nach den meisten Ländern des Zollvereins, nach denNiederlanden und nach der Schweiz; die Türkenbecher gehen überWien und Triest nach dem Orient Glossar ::: zum Glossareintrag Orient. Man liefert auf einer Fabrik250.000. St. Türkenbecher"( 28).
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