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Emotional turn?! : europäisch ethnologische Zugänge zu Gefühlen & Gefühlswelten : Beiträge der 27. Österreichischen Volkskundetagung in Dornbirn vom 29. Mai - 1. Juni 2013
Entstehung
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Im Folgenden werden diese beiden Felder dargestellt und erläutert. Daszeigt, dass solche Interessen an Emotionen/ Gefühlen als Affekt mit dem Inter-pretament emotional turn nicht richtig erkannt wären.5 Es handelt sich vielmehrum Indizien eines affective oder ontological turn, der der Diskussion und Kritikbedarf.

Szenografie: Emotion als Vermittlungsgarant

Die Gebrauchsweisen von Inszenierungen und Szenografie als Ausstellungsfor-mate wie als Konzepte des Zeigens sind gut untersucht. In den bundesdeut-schen kulturhistorischen Museen war dafür die Überwindung eines auf sprach-lich vermittelte Einsichten eingeschränkten Aufklärungsbegriffs entscheidend.Gottfried Korff hat das nicht nur spezifisch durch die von ihm kuratierten Aus-stellungen geleistet, sondern für die volkskundliche Symbolanalyse im Allge-meinen: Die gegen geschichtsregressive[]" und nazistische Sinnbild"-Speku-lationen gerichtete Antisymbolik hatte den Deutungen zwar durch ,, strikteKontextorientierung ein historisch- kritisches Fundament geschaffen, zugleichaber andere, nicht quellengestützt, sondern eben argumentativ dokumentierba-re Bedeutungsdimensionen und Verwendungsweisen rationalistisch vernach-lässigt. Die Rückgewinnung des Horizonts der Ersten Kulturwissenschaft( v.a.Walter Benjamin, Ernst Cassirer, Helmuth Plessner, Georg Simmel, Aby War-burg, Max Weber) war zum einen die Voraussetzung dafür, wissenschaftliche,, Fragen an die Kontextuierung" so zu formulieren, dass eine kulturanthropo-logische ,, Symbolanalytik, die ihren Gegenstand in Geschichte nicht aufgehenlässt, wieder möglich wurde. Diese Einsichten und Perspektiven ermöglichten

5 Der Begriff des turns verstellt den Blick auf diese Gefüge, er reifiziert eine lineare Geschichts-schreibung, die Aufmerksamkeit für neue Themen tendenziell als Aufdecken, Hervorholen,Enthüllen marginalisierter Gegenstände konzipiert.

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Früh, programmatisch und nach wie vor umfassend zu allen Dynamiken des Inszenierens:Anna Schober: Montierte Geschichten. Programmatisch inszenierte historische Ausstellungen(= Veröffentlichungendes Ludwig- Boltzmann- Institutes für Geschichte der Gesellschaftswissen-schaften, Bd. 24). Wien 1994; aus der aktuellen Diskussion: Thomas Thiemeyer: Inszenierungund Szenografie. Auf den Spuren eines Grundbegriffs des Museums und seines Herausforderers.In: Zeitschrift für Volkskunde 108, 2012, H. 2, S. 199-214; Joachim Baur: Ausstellen. Trendsund Tendenzen im kulturhistorischen Feld. In: Bernhard Graf, Volker Rodekamp( Hg.): Museenzwischen Qualität und Relevanz. Denkschrift zur Lage der Museen(= Berliner Schriften zurMuseumsforschung, Bd. 30). Berlin 2012, S. 141-154; Klaus Vogel: Neue Themen- Neue Ausstel-lungsformen. In: Graf, Rodekamp( ebd.), S. 391-400, hier S. 394.

Gottfried Korff: Antisymbolik und Symbolanalytik in der Volkskunde. In: Rolf- WilhelmBrednich, Heinz Schmitt( Hg.): Symbole. Zur Bedeutung der Zeichen in der Kultur.

30. Deutscher Volkskundekongreẞ in Karlsruhe vom 25. bis 29. September 1995.

Münster u.a. 1997, S. 11-30, hier S. 15, S. 17-19, S. 21 f.

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Korff( wie Anm. 7), S. 21, S. 28 f.

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