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Auf der Bühne früher Wissenschaft : aus der Geschichte des Vereins für Volkskunde
(1894 - 1945)
Entstehung
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Chronik 1894- 1945

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1899

industriearbeiten belebt; so war durch einige Zeit eine Oster-eiermalerin aus der mährischen Slowakei thätig; ein Weber arbeitetean dem altschlesischen Webstuhl mit Fussantrieb durch die ganzeAusstellungszeit. Drei Bauernmädchen aus der Ischler Gegend übtendurch einige Zeit die hausindustriellen Stickarbeiten, welche durchdie verdienstvolle Thätigkeit der Frauenerwerbschule in Ischl unterLeitung des Fräuleins Maria Spanitz in Ischl, Gmunden, Ebensee,Hallstatt in der bäuerlichen Bevölkerung wieder lebendig sind.- AmSchlusse der Ausstellung wurde dem Museum für österreichischeVolkskunde durch das wohlwollende Entgegenkommen der mass-gebenden Persönlichkeiten eine sehr grosse Zahl werthvoller Aus-stellungsobjecte geschenkweise übergeben.( Anzeiger des Vereinesfür österreichische Volkskunde 3, 1898, S. 14)

Der von Sr. k.u.k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog LudwigVictor als dem höchsten Protector des Vereines und seines Museumshuldvollst befürworteten Bitte der Vereinsleitung um Übernahmeunseres Museums in die Staatsverwaltung konnte zwar derzeit ausfinanziellen Gründen noch nicht entsprochen werden, jedoch wurdevon Allerhöchstseiner Majestät dem Kaiser wie von Ihren Excellenzenden Herren Ressortministern in huldvollster und wärmster Weise diepatriotische und wissenschaftliche Bedeutung des Museums für öster-reichische Volkskunde anerkannt und ausgesprochen, wie wünschens-werth die Sicherung und Stabilisirung eines derartigen, imvölkerversöhnenden Sinne wirkenden, dem ÖsterreichischenStaatsgedanken so sehr entsprechenden wissenschaftlichen Institutssei. Die Vereinsleitung glaubt hierin die grösste Ermuthigung für einpflichtgetreues Verharren auf der beschrittenen Bahn erblicken zudürfen und hofft mit Zuversicht auf gebesserte finanzielle undpolitische Verhältnisse, welche es dem Staat gestatten werden, eingrosses ethnographisches Museum für die Völkerkunde derösterreichischen Völkerschaften in Wien zu errichten.( V. Jahres-bericht des Vereines für österreichische Volkskunde. Wien 1900, S. 3)

Herausgabe einer Denkschrift über die Verstaatlichung des Museums für öster-reichische Volkskunde