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Der Verein und die österreichische Nachkriegsvolkskunde
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Volkskunde überging" oder die Lehr- und Forschungsstelle fürgermanisch- deutsche Volkskunde“ der„ Außenstelle Süd- Ost" des,, Ahnenerbes", das unter Richard Wolfram die Infrastruktur des liqui-dierten Salzburger„ Instituts für religiöse Volkskunde“ beerbt hatte."Auch jene wenigen vor der Zäsur 1938 etablierten und diese über-dauernden Institutionen fachlich einschlägiger Natur waren zumindestin materieller Hinsicht mehr- weniger stark angeschlagen. Die Volks-liedarchive der Bundesländer etwa, jene Sammelstellen der 1919 vomUnterrichtsministerium der eben entstandenen Ersten Republik inNachfolge ihrer k.k. Vorläuferinstitution als„ Volkslied- Unternehmen“gegründeten Organisation zur Sammlung, Pflege und Propagierungheimischen Volksmusikgutes 15, hatten einen großen Teil der Beständeverloren: so wurde in Kärnten beispielsweise die Handschriften-sammlung des dortigen Volksliedarchives„ von Flüchtlingen zur Gänzeverheizt“. Einzig die volkskundlichen Museen und Sammlungen inGraz, Innsbruck und Wien hatten„ mit viel Glück Krieg und Kriegs-folgen überdauert“. 17 Das Österreichische Museum für Volkskunde inder Wiener Laudongasse etwa verzeichnete„ nur geringen Gebäude-und Vitrinenschaden“ 18 und konnte, wie wir gehört haben, bereits imMärz bzw. Oktober 1946 die ersten Sonderausstellungen eröffnen.
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Völlig neu allerdings musste der volkskundliche Publikationsmarktaufgebaut werden: Die meisten landes- und heimatkundlichen Zeit-schriften der einzelnen Bundesländer entsprechend den regionalenForschungsschwerpunkten vieler Fachvertreter„ immer auch von Be-deutung für die Volkskunde19 wie auch die beiden wichtigsten
13 Leopold Schmidt: Das Österreichische Muscum für Volkskunde. Werden und Wesen einesWiener Museums(= Österreich- Reihe 98/100). Wien 1960, S. 98.
14 Eberhart 1984( wie Anm. 7).
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Wolfgang Suppan: Volksmusik seit 1800. In: Rudolf Flotzinger, Gernot Gruber( Hg.):Musikgeschichte Österreichs. Bd. 2. Graz- Wien- Köln 1979, S. 281-311, S. 285ff; HerbertNikitsch: Außeruniversitäre Facheinrichtungen. Ein Beitrag zur Institutionengeschichte. In:Klaus Beit!( Hg.): Volkskunde- Institutionen in Österreich(= Veröffentlichungen des öster-reichischen Museums für Volkskunde 26). Wien 1992, S. 41-60, 42 ff.
16' Schmidt 1947( wie Anm. 4), S. 165.
17 Schmidt 1948( wie Anm. 4), S. 2.
18 Schmidt 1947( wie Anm. 4), S. 165.
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Ebda., S. 166.