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Auf der Bühne früher Wissenschaft : aus der Geschichte des Vereins für Volkskunde
(1894 - 1945)
Entstehung
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Dienst an der Heimat

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einiges Biographisches zu einem jener im Verein für VolkskundeTätigen gesagt werden, die bislang der Vereins- und Fachgeschichtekeiner Erwähnung wert waren, obwohl sie zuweilen von nicht zuunterschätzender Bedeutung für Vereinsgeschehen und-geschichte sindund das nicht nur, wie in diesem Falle, als seinerzeit, vielleicht besterKenner des Museums" 213, sondern vor allem als Beispiel einer persönlich-beruflichen, aber auch und gerade politischen, In- between- Existenz'.

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Die volkskunstlerische Betätigung der Öster. Heimatgesellschaftsowie anderer heimatlicher Vereinigungen wurde[...] in dankenswerterWeise durch Widmung eines Podiums für den Vortragsraum unter-stützt, dessen Lichtanlage von Herrn F[ ranz] Mucnjak kostenlos bereit-gestellt wurde.<< 214Es ist nicht das erste und nicht das letzte Mal, dasArthur Haberlandt als Museumsdirektor in seinen Jahresberichten

Familienmitglieder 215 seines langjährigen Mitarbeiters Robert Mucnjak

dankend erwähnt bzw. diesen selbst für verschiedene, über seineeigentlichen Obliegenheiten als Vereinsbediensteter hinausgehendenVerdienste, aber auch etwa für die geschenkweise Überlassung vonMuseumsobjekten würdigt. Und auch der spätere Tonfall der sich imVereinsarchiv erhaltenen Korrespondenz zwischen Haberlandt undMucnjak 216 lässt annehmen, dass hier ein eingespieltes und durchausvon gegenseitiger Sympathie getragenes Team den laufenden Ver-waltungsagenda nachkommt. Noch 1941 schreibt Mucnjak an ArthurHaberlandt, der im Februar als Reserveoffizier zur Luftwaffe einberufenworden war( ab Juni dann allerdings nach Wien versetzt wurde), etwa

213 Ebda.

214 Jahresbericht des Vereines und Museums für Volkskunde für das Jahr 1933. In: WZfV 39,1934, S. 33-40, S. 36.

215 Diesfalls Robert Mucnjaks älteren Bruder Franz, der als, beh. konz. Elektrotechniker" demHaus in der Laudongasse so manchen kostengünstigen bzw. auch unentgeltlichen Dienst er-wiesen hat( Heimatrolle Franz Mucnjak, Magistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 61,Staatsbürgerschafts- und Personenstandsangelegenheiten sowie Gespräch mit Prof. Mag.Alois Robert Mucnjak am 12. 12. 2001).

216 Mucnjak scheint seinem Direktor auch regelmäßig an dessen jeweiligen Urlaubsortberichtet zu haben, wobei nicht nur die laufenden Vorkommnisse im Museum, sondern auchpersönliche Mitteilungen sich finden und gewöhnlich mit ergebensten Grüßen, Handkuß andie gnädige Frau und fallweise mit ,, Gut Licht für Photoaufnahmen" geendet wird, s. etwaPostkarte Mucnjak vom 29. August 1933 an Haberlandt Gundhabing bei Kitzbühl, AVV, I.n.