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Konsolidierungen
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psychologischer Beitrag, der übrigens auch seinerzeit aktuellenPhänomenen und Fragen nicht ausweicht 324, ist weitgehend unbekanntgeblieben wie auch, um diesen Vergleich nochmals zu strapazieren,Weiser- Aalls Versuch, Volkskunde als eine„ psychologische Wissen-schaft“ unter Einsatz der vergleichenden völkerpsychologischenMethode zu propagieren³ in der Fachgeschichte kaum beachtet undweitgehend ignoriert wurde.' Freilich droht Trebitsch, wenn er sichetwa abschließend in der Beschwörung einer„ vergleichenden Wissen-schaft" zu recht emphatisch- kühnen Metaphern versteigt³27, zuweilenaus dem von ihm prätendierten„ Licht der Wissenschaftlichkeit 328 ins
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Aberglaubens. Mit einem Vorwort von Christoph Daxelmüller. Bd. 1. Unveränderterphotomechanischer Nachdruck der Ausgabe 1927-1942. Berlin 1987, S. V- XL.
32+ Trebitsch erwähnt etwa„ den jetzt so akut gewordenen Spiritismus“, der in der allerletztenZeit einer Nachprüfung mit den Methoden der exakten naturwissenschaftlichen Forschungunterzogen worden[ ist]", oder beruft sich in seiner Argumentation auf„ Freud und seineSchule"; Trebitsch( wie Anm. 313), S. 169 f.
325 Weiser- Aall( wie Anm. 321), S. 1. Weiser- Aalls Versuch ist in fachgeschichtlicherVerortung sicher jener völkerpsychologischen Richtung zuzurechnen, wie sie mit Namen wieBastian, Lazarus, Steinthal und Wundt verbunden ist( vgl. etwa Werner Petermann: DieGeschichte der Ethnologie. Wuppertal 2004, S. 525 ff.). Zu deren Verhältnis zur Volkskundeund zur Frage, wieweit diese Völkerpsychologie( als eine„ Teildisziplin der Psychologie")tatsächlich, wie oft gesehen, von der zeitgleich sich„ paradigmatisierenden“ Volkskunde ge-wissermaßen fortgeführt und( in Weiterführung der„ Zeitschrift für Völkerpsychologie undSprachwissenschaft“ als„ Zeitschrift des[ Berliner] Vereines für Volkskunde“) fortgeschriebenworden ist, wie weit hier also von einem„ verwandtschaftlichen Verhältnis" oder nicht docheher von einem„ Machtkampf der Disziplinen im Bereich der institutionellen Para-digmatisierung" gesprochen werden kann, s. Vera Deißner: Die Volkskunde und ihre Methoden.Perspektiven auf die Geschichte einer ,, tastend- schreitenden Wissenschaft" bis 1945(= Studien zurVolkskultur in Rheinland- Pfalz 21). Mainz 1997, S. 88-101( Zitate S. 100). S. auch Gerhart vonGraevenitz:„ Verdichtung". Das Kulturmodell der Zeitschrift für Völkerpsychologie undSprachwissenschaft. In: kea 12, 1999, S. 19-57.
326 Christina Niem: Lily Weiser- Aall( 1898–1987). Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichteder Volkskunde. In: Zeitschrift für Volkskunde 94, 1998, S. 25-52, S. 44. Ob zurecht, kannhier nicht entschieden werden; jedenfalls ist Weiser- Aall- deren Mann Anathon Aall übrigens„ in bezug auf die experimentelle Psychologie schulebildend in Norwegen[ wirkte]"( Niem,S. 28) in ihrer Absage an„ verschwommene und unregelmäßige Bezeichnungen der Laien-psychologie"( wie Anm. 321, S. 4) oft( und trotz zuweilen theoretisch- begrifflicherAnhänglichkeit an eine„ Lebenspsychologie" à la Müller- Freienfels) von bemerkenswerterStringenz in der Argumentation.
327 ,, Wahre Wissenschaft duldet eben keine Beschränkung. Sie muß mit dem All in Kontaktbleiben und das ist es gerade, was jeden ihrer Jünger in hohem Grade befriedigen kann.“Trebitsch( wie Anm. 313), S. 209.
328 Trebitsch( wie Anm. 313), S. 209.