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Konsolidierungen
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Kolisko der ,, Kampf gegen das deutsche Schulwesen in Österreich"seitens ,, unserer nationaler Gegner“ angeprangert² und generell vorder ,, Slavengefahr 285 gewarnt und dem„ Deutschen Schulverein" 286,der in seinem statutarisch festgelegten Aufnahmebedingungen,, deutsche Stammeszugehörigkeit“ und„ arische Abkunft" forderteeine ständige Kolumne überlassen. Wie ja überhaupt die weitere Um-gebung von Moses' Wirkungs- und Publikationskreis nicht nur, wieoben angedeutet, als ein Brennpunkt seinerzeitigen Wiener volks-kundlichen Interesses bezeichnet werden kann und der Schauplatzsolcher akribisch- gemüthafter Aufzeichnungstätigkeit war, wie sie sichetwa in der von Arthur Halberstadt im„ Verlag Verein DeutscheHeimat 288 erschienenen„ Originellen Bauernwelt“ dokumentiert. Denn
283 ,, Die Lex Kolisko und die Kompetenzfrage", Freie Neunkirchner Stimmen, 12. Jg., Nr. 3vom 1. 2. 1909., S. 1. Bei dieser Lex Kolisko handelte es sich um den vieldiskutiertenVorschlag des deutschnationalen Abgeordneten im niederösterreichischen Landtag RudolfKolisko, die deutsche Unterrichtssprache in allen Schulen Niederösterreichs und Wiens!unabhängig von der stärke der nationalen Minderheiten gesetzlich vorzuschreiben- wasgegen die Schulgründungen des tschechischen Schulvereins„ Komensky“ gerichtet und imWiderspruch zum Paragraph 19 des Staatsgrundgesetzes von 1867 gewesen ist, der jederMinderheit, deren Bevölkerungsanteil über 25 Prozent betrug, u.a. das Recht auf eigeneSchulen zuerkannte; siehe Monika Glettler: Die Wiener Tschechen um 1900(= Ver-öffentlichung des Collegium Carolinum 28). Wien 1972, S. 299ff. und Brigitte Hamann:Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München, Zürich 1998, S. 450ff.
28+ Freie Neunkirchner Stimmen, 12. Jg., Nr. 16 vom 4. 10. 1909., S. 2.
285„ Die Slavengefahr", Freie Neunkirchner Stimmen, 12. Jg., Nr. 17 vom 2. 9. 1909., S. 2.286 Zum ,, Deutschen Schulverein“ und seiner politisch- ideologischen Ausrichtung siehe etwaMonika Streitmann: Der Deutsche Schulverein vor dem Hintergrund der österreichischenInnenpolitik 1880-1918. Phil. Diss. Wien 1985; Werner Drobesch: Der Deutsche Schulverein1880-1914. Ideologie, Binnenstruktur und Tätigkeit einer nationalen Kulturorganisation unterbesonderer Berücksichtigung Sloweniens. In: Geschichte und Gegenwart 12/1993, S. 195-212.287 Eduard G. Staudinger: Die Südmark. Aspekte der Programmatik und Struktur einesdeutschen Schutzvereins in der Steiermark bis 1914. In: Helmut Rumpler, Arnold Suppan( Hg.): Geschichte der Deutschen im Bereich des heutigen Slowenien 1848-1914(=.Schriftenreihe des Österreichischen Ost- und Südosteuropa- Instituts 13). Wien- München1988, S. 130-154, S. 131.
288 Zum Verein„ Deutsche Heimat“, 1905 als„ Gesellschaft zur Förderung historischer undkulturhistorischer Bestrebungen in Deutsch- Österreich" mit dem Ziel der„ Verbreitung derKenntnis der vaterländischen und insbesondere örtlichen geschichtlichen und kultur-geschichtlichen Vergangenheit“ gegründet, siehe Herbert Nikitsch: Zur Organisation vonHeimat. Die Heimatschutzbewegung in Österreich. In: Katharina Weigand( Hg.): Heimat.Konstanten und Wandel im 19./20. Jahrhundert. Vorstellungen und Wirklichkeiten( Alpines)Museum des Deutschen Alpenvereins, Schriftenreihe Band 2). München 1997, 285-306, S.289-294.