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Auf der Bühne früher Wissenschaft : aus der Geschichte des Vereins für Volkskunde
(1894 - 1945)
Entstehung
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Gründerjahre

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Grunde für meine Pflicht, die Wahl in den Ausschußrat des WienerVereines als Vertreter unseres Kronlandes anzunehmen. Es ist auchgelungen, die steirische Gruppe dortselbst ohne schädliche Wirkung füruns ebenfalls anziehend zu gestalten.

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Erinnert sei aber auch und damit sind wieder vor allem diewissenschaftsinternen Umstände der Wiener Vereinsgründung ange-sprochen an jenen bereits 1892 verfassten und von erstaunlichemÜberblickswissen über[ die] zeitgenössische internationale Entwicklungdes noch jungen Faches" 70 zeugenden Beitrag des am DeutschenGymnasium" in Iglau und später in Graz die Fächer Latein undGriechisch unterrichtenden Lehrers Franz Paul Piger. Denn dessenAusführungen lesen sich über weite Strecken wie eine Vorlage für diestatutarisch festgelegten Vereinsintentionen und so wurde denn auchangesichts der Tatsache, dass sich die darin enthaltenen programma-tischen Überlegungen von dem erst drei Jahre später in der MetropoleWien veröffentlichten Programm kaum[ unterschieden haben]", aufnicht weniger als eine neue geographische Wiege der öster-reichischen Volkskunde hingewiesen. Diese notierte( und zweifelloserstaunliche) Übereinstimmung kann hier nicht weiter kommentiertwerden schon angesichts der Tatsache, dass wir über die Person desgenannten Autors bzw. seine Beziehungen zu den Wiener Proponentennur Unzulängliches wissen. Doch mag dieser frühe Beitrag nicht nur

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69 Karl Lacher: Die Hausindustrie und Volkskunst in Steiermark. In: Zeitschrift deshistorischen Vereins für Steiermark 4, 1906, S. 19-32, S. 20.

70 Reinhard Johler: Moderne, Antimoderne und die Erfindung von Tradition in Wien( undIglau) zur Zeit der Jahrhundertwende. In: Christian Glanz( Hg.): Wien 1897. Kultur-geschichtliches Profil eines Epochenjahres(= Musikleben. Studien zur MusikgeschichteÖsterreichs 8). Frankfurt/ Main u.a. 1999, S. 85-106, besonders. S. 97-103, hier S. 102 f.71 Franz P. Piger: Zur Pflege der Volkskunde in Österreich. In: ZföV 2, 1896, S. 85-88.72 Johler 1999( wie Anm. 70), S. 102.

73 Franz Paul Piger, 1851 in Pruz in Tirol geboren, war Gymnasialprofessor( Unter-richtsgegenstände: Lateinische und Griechische Sprache) und hat seine Laufbahn 1877 am,, k.k. Staats- Obergymnasium in Iglau begonnen, wo er bis 1906 geblieben ist; hierauf dem,, k.k. deutschen Staats- Gymnasium" in Troppau zur Dienstleistung zugewiesen", findet ersich bereits 1907 am Scholz'schen Privat- Gymnasium in Graz( im Jahrbuch des höherenUnterrichtswesens in Österreich als k. k. Gymn.- Prof. d. VII. Rgkl., i.R. bezeichnet), umab 1908 in den Schematismen nicht mehr aufzuscheinen; ansonsten wissen wir nur, dassPiger, vermutlich Vereinsmitglied der ersten Stunde, im März 1896 als Ausschussmitgliedcooptiert worden ist und im 1. Supplementband zum 4. Jahrgang der Zeitschrift für