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Auf der Bühne früher Wissenschaft : aus der Geschichte des Vereins für Volkskunde
(1894 - 1945)
Entstehung
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Gründerjahre

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in Österreich allerdings hat sich diese Volkskunde in Deutschland ausihren Anfängen als eine Art germanistischer Realienkunde zu einerWissenschaft entwickelt, die unter Postulierung der Übereinstimmungsprachlich- kultureller mit territorial- politischer Dimension nach demgemeinsamen Vielfachen der deutschen Menschen 16 fahndete. Diese Sprachnationale Denkweise❝17 wurde vor allem von dem 1889 vonRudolf Virchow begründeten Museum für deutsche Volkstrachten undErzeugnisse des Hausgewerbes 18 demonstriert, das mit seinemVersuch einer umfassenden Darstellung aller Gebiete der deutschenVolkskultur den Anspruch einer Kongruenz von Deutschtum undstaatlicher Territorialität formulierte. Und wenn auch eben diesemBerliner Volkskundemuseum fachhistorisch gern attestiert wird,

Volkskunde 11, 1901, S. 110-112; Brigitte Bönisch- Brednich: Volkskundliche Forschungen inSchlesien. Eine Wissenschaftsgeschichte(= Schriftenreihe der Kommission für deutsche undosteuropäische Volkskunde in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde 68). Marburg 1994,S. 71-184; Hans Moser: Bayerische Volkskunde um die Jahrhundertwende. In: BayerischesJahrbuch für Volkskunde 1962, S. 25-49; Eugen Mogk: Nach 25 Jahren. Ein Rückblick. In:Mitteilungen des Vereins für sächsische Volkskunde 8, 1922, S. 133-139; Georg Faber: 25Jahre Hessische Vereinigung für Volkskunde. In: Hessische Blätter für Volkskunde 25, 1926,S. 1-17; Karl Helm: Vor 30 Jahren und heute. In: Hessische Blätter für Volkskunde 30/31,1931/32, S. 248-252; Hugo Hepding: Fünfzig Jahre Hessische Vereinigung für Volkskunde.In: Hessische Blätter für Volkskunde 42, 1951, S. 5-10; Karl Wehrhan: Generalversammlungdes Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde in Elberfeld am 10. Juli 1904. In:Zeitschrift des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 1, 1904, S. 245-247; JohnMeier: Der Verband deutscher Vereine für Volkskunde, sein Werden und Wirken 1904-1944.In: 50 Jahre Verband der Vereine für Volkskunde 1904-1954. Stuttgart 1954, S. 3-27; EugenMogk: Aus der Keimzeit des Verbandes deutscher Vereine für Volkskunde'. In:Volkskundliche Gaben. John Meier zum siebzigsten Geburtstage dargebracht. Berlin undLeipzig 1934, S. 142-145.

16 Konrad Köstlin: Gilden in Schleswig- Holstein. Die Bestimmung des Standes durch Kultur. Göttingen 1976, S. 6-20, s. S. 18; cf. auch Wolfgang Brückner: Deutsche Philologieund Volkskunde an der Universität Würzburg bis 1925. Ein Beitrag zur wissenschaftlichenInstitutionengeschichte. In: Albrecht Lehmann und Andreas Kuntz( Hg.): Sichtweisen derVolkskunde. Zur Geschichte und Forschungspraxis einer Disziplin(= Lebensformen, Band 3).Berlin- Hamburg 1988, S. 33-61.

17 Konrad Köstlin: Niederdeutsch und Nationalsozialismus. Bemerkungen zur Geschichteeiner Beziehung. In: Kay Dohnke, Norbert Hopster und Jan Wirrer( Hg.): Niederdeutsch imNationalsozialismus. Studien zur Rolle regionaler Kultur im Faschismus. Hildesheim 1994,S. 36-58, S. 39.

18 Ulrich Steinmann: Die Entwicklung des Museums für Volkskunde von 1889-1964. In: 75Jahre Museum für Volkskunde zu Berlin. Festschrift. Berlin 1964.