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Gründerjahre
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Bezeichnung„ Volkskunde" populär geworden." Wie in Österreichkonnte sie sich als eigenständige Disziplin unter diesem Namenallerdings erst um einiges später an den Hochschulen etablieren undverankerte sich zunächst auf gesamtstaatlicher wie regionaler Ebene impublizistischen¹³ und musealen Bereich¹ mit Hilfe einschlägiger, inrascher Folge während der 90er Jahre gegründeter Vereine." Anders als
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11 Erstmals 1898 findet sich im Supplementband 18 der 5. Auflage von„ MeyersEnzyklopädischem Lexikon" das Lemma„ Volkskunde“; vorher verzeichneten die Lexika,, Folklore“ und propagierten in der Sache den vorrangig mündliches Traditionsgutabdeckenden Inhalt dieses Begriffs; Wolfgang Brückner:„ Volkskunde" contra„ Folklore" imKonversationslexikon seit 1887. In: Festschrift der wissenschaftlichen Gesellschaft an derJohann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt am Main. Wiesbaden 1981, S. 73-84; s. auchFritzWilly Schulze: Folklore. Zur Ableitung der Vorgeschichte einerWissenschaftsbezeichnung(= Hallische Monographien 10). Halle( Saale) 1949.
12 Siehe etwa Wolfgang Brückner, Klaus Beitl( Hg.): Volkskunde als akademische Disziplin.Referate eines wissenschaftsgeschichtlichen Symposions vom 8.- 10. Oktober 1982 inWürzburg(= Mitteilungen des Instituts für Gegenwartsvolkskunde Nr. 12). Wien 1983.13 Neben der in Fortsetzung der„ Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft“ab 1891 erscheinenden„ Zeitschrift des Vereins für Volkskunde"( ab Jahrgang 39, 1930, als,, Zeitschrift für Volkskunde" vom Verband Deutscher Vereine für Volkskunde"herausgegeben) seien genannt die„ Mitteilungen der Schlesischen Gesellschaft fürVolkskunde"( 1896-1938); die„ Mitteilungen und Umfragen zur bayerischen Volkskunde“( 1895-1912, fortgesetzt als„ Blätter zur bayrischen Volkskunde" 1912- 1927; s. dazuWolfgang Brückner: Zum volkskundlichen Publikationswesen in Bayern. In: BayerischeBlätter für Volkskunde 1, 1974, S. 2-14); die„ Mitteilungen des Vereins für sächsischeVolkskunde"( 1897-1923, fortgesetzt als„ Mitteilungen des Landesvereins sächsischerHeimatschutz“ 1924-1940); die„ Hessischen Blätter für Volkskunde"( 1902–1974, fortgesetztals„ Hessischen Blätter für Volks- und Kulturforschung 1976 ff.); die„ Zeitschrift des Vereinsfür rheinische und westfälische Volkskunde"( 1904-1933, fortgesetzt als„ WestdeutscheZeitschrift für Volkskunde" 1934-1936 und„ Rheinisch- westfälische Zeitschrift fürVolkskunde" 1954 ff.).
" Neben dem hier selbstverständlich anzuführenden Berliner„ Museum für deutscheVolkstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes" sei beispielsweise das auf Initiative dessächsischen Volkskundevereins 1913 in Dresden installierte„ Landesmuseum für SächsischeVolkskunst" genannt; s. Manfred Bachmann: Das Staatliche Museum für Volkskunde inDresden. In: Deutsches Jahrbuch für Volkskunde 7, 1961, S. 169-186.
15 So konstituierte sich etwa 1890 der Berliner„ Verein für Volkskunde“, 1894 die,, Schlesische Gesellschaft für Volkskunde“ und der„ Verein für bayerische Volkskunde undMundartforschung“, 1897 der„ Verein für sächsische Volkskunde“ und die„ Vereinigung fürhessische Volkskunde"; später folgten die„ Gesellschaft für niederdeutsche Volkskunde"( 1902), der„ Badische Verein für Volkskunde"( 1904), der„ Verein für rheinische undwestfälische Volkskunde"( 1904) und, als Sammelbecken einschlägig befassterGesellschaften, Museen und Einzelforscher, der„ Verband der Vereine für Volkskunde"( 1904). Zu den jeweiligen Umständen und Intentionen ihrer Gründung siehe Karl Weinhold:Bericht über den Verein für Volkskunde. 1891-1900. In: Zeitschrift des Vereins für