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Auf der Bühne früher Wissenschaft : aus der Geschichte des Vereins für Volkskunde
(1894 - 1945)
Entstehung
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Einleitung

werden diese Selbstcharakteristika denn auch mit der notwendigenPortion Misstrauen 21 und zuweilen mit ironischem Unterton zitiert.

Zum anderen wurden für die Arbeit archivalische Quellen heran-gezogen. Vor allem wurde dabei auf das Vereinsarchiv( AVV)zurückgegriffen, das sich im Österreichischen Museum für Volkskundein Wien befindet und das vor einigen Jahren von Ulrike Vitovec ge-sichtet und nach chronologischen Gesichtspunkten geordnet worden isteine ebenso mühsame wie verdienstvolle Tätigkeit, die als Voraus-setzung für jede Beschäftigung mit hiesiger Vereinsgeschichte dankbarangezeigt sein soll. Herangezogen wurden auch Unterlagen aus anderenArchiven, vor allem dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv, dem WienerStadt- und Landesarchiv, dem Allgemeinen Verwaltungsarchiv, demArchiv der Republik und dem Dokumentationsarchiv des Öster-reichischen Widerstandes.

Bleibt noch anzumerken, dass Quellenakribie im Sinne einer mög-lichst vollständigen und erschöpfenden Auswertung des Materials hiernicht zur Maxime erhoben worden ist: Wenn auch, im Respekt vormDetail, zuweilen ein beschreibend- ,, hererzählender" Duktus gewähltwurde, ist doch auf einiges bewußt nicht eingegangen, ist über das eineoder andere Dokumentierte, wie immer wissenswert oder doch an-schaulich- interessant es auch sei, hinweggesehen worden. Und auchthematische Vollständigkeit konnte nicht angestrebt werden- was auchfür die Beschäftigung mit für den Verein wichtigen und einschlägiginteressierenden Personen gilt: Auch hier konnte nur exemplarisch aufdas jeweilige beruflich- private Umfeld eingegangen werden und nur inAnsätzen einem Interesse am Biographischen nachgekommen werden( das im übrigen wohl keiner weiteren Legitimierung bedarf²²). Kurzum:Sollten einmal die vielen hier nicht berücksichtigten Quellen zur

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Dieses Mißtrauen in die Ego- Dokumente" hat in anderem Zusammenhang artikuliert undbegründet Martin Scharfe: Soll und kann die Erforschung subjektiver Frömmigkeit das Zielvolkskundlich- kulturwissenschaftlicher Tätigkeit sein? In: Ruth E. Mohrmann( Hg.):Individuum und Frömmigkeit. Volkskundliche Studien zum 19. und 20. Jahrhundert(= Beiträgezur Volkskultur in Nordwestdeutschland 96). Münster u.a. 1997, S. 145-151, bes. S. 146 ff.

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Mit Recht wird ja Wissenschaft als eine von individuellen und außerprofessionellen"Faktoren wie gesellschaftliche Herkunft, private Werthaltungen oder politische Einstellungenihrer Repräsentanten determinierte Veranstaltung begriffen; Everett Mendelsohn: The SocialConstruction of Scientific Knowledge. In: Everett Mendelsohn, Peter Weingart, RichardWhitley( Ed.): The Social Produktion of Scientific Knowledge(= Sociology of the Sciences,Vol. I). Dordrecht- Holland/ Boston- USA 1977, S. 3-26.