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Die Mariengnadenbilder Wiens und Niederösterreichs in der Barockzeit : der Wandel ihrer Ikonographie und ihrer Verehrung
Entstehung
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für den Samstag der 5. Fastenwoche in: Fastentriodion, Lemberg 1753( kirchen-slawisch), 351 ff.). Das formale Vorbild bei den ostkirchlichen Beispielen( 5, Taf.20; A. v. Maltzew, Menologion der orthodox- katholischen Kirche des Morgenlandes Glossar ::: zum Glossareintrag  Morgenlandes,Berlin 1900/01, I, 389) ist offensichtlich abendländischer Glossar ::: zum Glossareintrag  abendländischer Herkunft. Auch das Kreuz,das der Christusknabe um den Hals trägt, ist eine( abendländische Glossar ::: zum Glossareintrag  abendländische) Anspielungauf die Erlösung. Diese abendländischen Glossar ::: zum Glossareintrag  abendländischen Einflüsse erlauben die Vermutung,daß das unmittelbare Vorbild für das Gnadenbild Maria Pötsch" auch ein west-kirchliches Gnadenbild mit den oben angeführten abendländischen Glossar ::: zum Glossareintrag  abendländischen Rahmen- undAttributmotiven gewesen sein könnte, das im übrigen typologisch der Smolenskajaweitgehend entsprach. Sowohl die Kopierung als auch die weitere Verbreitung desGnadenbildes Maria Pötsch" ist aber eben in dieser typologischen Ähnlichkeitmit der Smolenskaja begründet.

Lit.:( 1) Vgl. oben bei Maria Candia, Ikonographie Nr. 1-7( S. 82 f.).( 2) Maurer-Kolb, 4.( 3) Beissel, Wallfahrten, 120.( 4) Vgl. oben bei Maria Candia, Ikono-graphie Nr. 8-13.( 5) Xyngopoulos, Katalog der Ikonen des Benaki- Museums,Athen 1936.( 6) H. Rothemund, Handbuch der Ikonenkunst, München 1954,Abb. 26.( 7) Russische Ikonen( Kunstwerk- Schriften, Band 25, Abb. 29).( 8) R. Bauerreiss, Arbor Vitae, München 1938, 137.( 9) E. Wolffhardt, Beiträgezur Pflanzensymbolik( Zeitschrift für Kunstwissenschaft VIII, 1954, 180).Geschichte und Verehrung: Das Gemälde gelangte durch Schenkung indie griechisch- katholische Kirche in Pocs in Podkarpatien, die ehemals dem Komi-tat Szabols, Erzdiözese Erlau, in Oberungarn angehörte. Nach dem Tränenwundervom 4. 2. bis 8. 12. 1696 und den bald einsetzenden Bekehrungen und Heilungenkam das Bild 1697 auf Wunsch Leopolds I. in die Wiener Favorita. Im Juli 1697wurde es in der Augustiner- Hofkirche von der Kaiserin Eleonore geschmückt undihm dabei der Name Rosa mystica"( 9) verliehen. Am ersten Julisonntag 1697kam es zur öffentlichen Verehrung nach St. Stephan auf einen eigenen Altar nebender Schatzkammer, wo es 14 Tage, von der kaiserlichen Garde bewacht, verblieb.Es wurde dann in den meisten Pfarrkirchen Wiens zur Verehrung ausgesetzt( 4),bis es am 1. 12. 1697 von St. Ulrich endgültig nach St. Stephan übertragen undauf dem Tabernakel des Hochaltars aufgestellt wurde. Wie die Predigten Abra-hams a Santa Clara für Maria Pötsch beweisen, waren die primären Gesichts-punkte, unter denen das Bild verehrt wurde, die Hilfe bei Feindesgefahr. Eswurde durch den ihm zugeschriebenen Sieg bei Zenta- wie ebenfalls in der Fest-predigt Abrahams zu St. Anna( 10, 11) zum Ausdruck kommt geradezu im Sinnder Smolenskaja Stadt- und Staatsheiligtum. Seit etwa 1700 scheint sich jedoch dieVerehrung von Maria Pötsch ebenso wie die von Maria Candia durch die Hilfe beiPestgefahr zu motivieren( vgl. die unten angeführten Kopien und deren Verehrung).Außer in Österreich auch Kopien in Bayern( 13) und Slowenien( 14).

Lit.:( 1) ÖKT XXIII, 420.( 2) Maurer- Kolb, 4.( 3) Beissel, Wallfahrten, 120.( 4) Abgetrocknete Thränen, d. i. von der wunderthätigen Bildnuß der Gottes-gebährerin zu Pötsch in Ungarn..., Nürnberg 1698.( 5) Das Wiennerische An-dachtsbüchl, Wien 1707, 56.( 6) Gugitz, Legenden, 90.( 7) Gugitz, Andachts-bild, 128.( 8) Gugitz, Gnadenstätten, I, 39 ff.( 9) M. Heyret, P. Marcus v.Aviano, sein Briefwechsel nach dem Hauptinhalt und den geschichtlichen Zu-sammenhängen, II: Der röm.- deutsche Kaiser Leopold I. und P. Marcus, Mün-chen 1938, 429 ff.( 10) F. Loidl, Menschen im Barock, Wien 1938, 28, Anm. 78.( 11) Von dem wunderthätig weinenden Heilbildnis Maria Pötsch in Ober-Hungarn und von den Türken und Malkontentenkrieg in dem Jahr 1697.Durch Jürkel Potzknecht von Pommern( o. O., um 1697).( 12) A. Coreth, Pietas

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