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Die Mariengnadenbilder Wiens und Niederösterreichs in der Barockzeit : der Wandel ihrer Ikonographie und ihrer Verehrung
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ABBILDUNGSNACHWEISA

Abb. 1: Bundesdenkmalamt Wien; Abb. 2: Dompfarre St. Stephan, Wien( B. Reiffen-stein); Abb. 3: R. Kozlowski, Krakau; Abb. 4, 8: Photosammlung Kunst-historisches Institut der Universität Wien; Abb. 5: nach J. Wilpert, Die römi-schen Mosaiken und Malereien der kirchlichen Bauten vom 4.- 13. Jahrhundert, 1916.IV, Taf. 164/2; Abb. 7: Kapuzinerkloster, Wien: Abb. 10: Soprintendenza alleGallerie di Napoli; Abb. 12: Piaristenkolleg, Rom; Abb. 31, 37: P. Ildefons Mühl-bacher, Wien XIX., Karmeliterkloster; Abb. 11: Foto Edizione Angeli, Terni;Abb. 19: Wien, Diözesanmuseum( H. Hofmann); Abb. 6, 14, 16: Bildarchiv derÖsterr. Nationalbibliothek; Abb. 32: Pfarre Mariahilf, Wien VI.; Abb. 30: PfarreJeutendorf; Abb. 6: Dompfarre Wiener- Neustadt; Abb. 24, 28, 40: Aufnahme desVerfassers; Abb. 9, 13-18, 23, 27, 29, 33-36, 38, 39: Österr. Museum für Volkskunde,Wien; Abb. 21: Universitätsbibliothek Innsbruck; Abb. 22: Graphische SammlungAlbertina, Wien.

NACHTRAG ZU S. 88

Während des Umbruchs wurde mir folgende Publikation zugänglich: R. Koz-lowski, Tajemnica obrazu jasnogórskiego i jego konserwacje( Odbicie ze SprawozdanPolskiej Akademii Umiej, tom LIII, 1952, Nr. 6, str. 333). Der Leiter der Restaurier-werkstätten des Krakauer Wawel- Museums berichtet darin über eine 1948 vor-genommene Restaurierung und Untersuchung der Muttergottes von Czenstochau.Dabei wurden mit Hilfe eines von ihm entwickelten neuartigen Verfahrens unterder Malschicht des jetzigen Bildes Reste einer enkaustischen Malerei gefunden. Diesentspricht einerseits der Vorstellung der Legende von dem hohen Alter des Bildes,anderseits aber auch der mittelalterlichen Kunstübung, verehrte Marienbilder inResten als Malgrund in eine notwendige neue Kopie einzufügen, um den numinosenWert des Vorgängerbildes zu tradieren. Kozlowski nimmt an, daß die Anfertigungdes heutigen Bildes mit dem Brand und der Plünderung des Klosters 1430 inZusammenhang steht, daß der Typus jedoch ,, spätantik" sei. Dagegen spricht abersowohl der bereits vollständig ausgeprägte Typus der Hodegetria als auch diestilistischen Qualitäten, die auf das sienesische Trecento und den Kreis des AndreaVanni hinweisen. Die Entdeckung ist eine Parallele zur Auffindung der enkausti.schen Malerei auf Leinwand unter dem Gnadenbild von S. Maria Nuova in Rom( vgl. S. 43), doch zeigt gerade der Vergleich der Muttergottes von Czenstochau mitdiesem, wohl aus dem 7. Jahrhundert stammenden Bild, daß das heutige Bild inCzenstochau ein mögliches derartiges Vorbild jedenfalls nicht direkt, sondern mitden formalen Qualitäten des italienischen Trecento kopiert. Eine Korrektur der ausikonographischen und stilistischen Gründen gewonnenen Datierung in die zweiteHälfte des 14. Jahrhunderts auf die von Kozlowski vorgeschlagene, aus historischenGründen rekonstruierte Datierung nach 1430 könnte jedoch erst nach Autopsievorgenommen werden. Eine Tradierung der im Umkreis von Andrea Vanni vor-handenen formalen Qualitäten bis in diese Zeit ist durchaus möglich.

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