cheln( 22); durch Eindrücken der Mundöffnung becherförmiger Stük-ke gelang es eine aus drei, vier oder fünf Segmenten bestehendeOfenkachel zu gestalten, die man dann mit ihrem Mundteil nachaußen in den Ofen einbettete. Diese Kacheln waren auch in dermgebung von Kecskemét, in Móric, Ete und Nyársapáti verbrei-tet, in Agasegyháza waren nahezu alle Öfen mit Kacheln dieserGattung belegt. Häufig kommen zwiebelförmige Kacheln vor( 23): am schmalen Ende zugespitzte Stücke, von denen man zweiDrittel in den Lehmofen einzulegen pflegte, mit dem Mundteil nachinnen. In der Umgebung von Kecskemét taucht diese Gattung zu-sammen mit der Tellerform auf und auch in Nyársapáti, Móric undEte scheint diese Kombination beliebt gewesen zu sein.
Im Dorf namens Baracs in der Umgebung von Kecskemét kamenin den Trümmern von zwei Häusern, zusammen mit becher-, teller-und zwiebelförmigen Stücken, Kacheln mit einem langen, demMundteil angeklebten Fortsatz, mit einer die Holzschnitzerei nach-ahmenden Vorderplatte zum Vorschein( 24). Sie dienten vermutlichzur abschließenden Verzierung des Ofens. In Nyársapáti fand manbei der Freilegung eines Hauses diese in größeren Mengen.
In den Häusern des Umkreises von Kecskemét traf man in denfreigelegten Häusern Ofenkacheln mit quadratischer, rechteckiger,dreieckiger Mündung( 25). Der rückwärtige Teil verengte sich undendete in Kreisform. Häufig fand man auch graugefärbte und sogarmit Graphit bedeckte Stücke, namentlich traf man solche vermischtmit becherförmigen Kacheln in Nyársapáti, während in Móric diequadratische Variante in den Häusern der Unterschicht zum Vor-schein kam.
Kálmán Szabó versuchte die Form des spätmittelalterlichen Ka-chelofens mittels zweier Rekonstruktionen aufzuzeigen( 26): a) Auf-grund der in Lakitelek aufgefundenen becherförmigen, durchge-
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