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Vergleichende Keramikforschung in Mittel- und Osteuropa : Referate des 14. Internationalen Hafnerei-Symposiums vom 7. - 11. September 1981 im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee
Entstehung
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te Gebiete des Landes waren von verheerten, entvölkerten Dörferngekennzeichnet. Davon legen auch die Häuser bzw. die Funde derfreigelegten spätmittelalterlichen Dörfer Zeugnis ab. Anhand derFundstücke aus dem 15. bis 17. Jahrhundert soll der Versuch einerErklärung hinsichtlich des Aufbaus der Häuser, der damit organischzusammenhängenden Heizanlagen, des Aufkommens sowie der Ent-wicklung der in den Zimmern befindlichen Kachelöfen unternommenwerden.

Die erste groẞangelegte, planmäßig Nachgrabung wurde in denVierzigerjahren unseres Jahrhunderts in der Umgebung vonKecskemét unter der Leitung von Kálmán Szabó und Laszló Pappvorgenommen( 10). Die Häuser der vernichteten Dörfer Lakitelek,Mizse, Baracs, Bene, Kerekegyháza und Jakabszállás sind allesamtzwei- bzw. dreigeteilt, bestehend aus Küche, Stube und Kammer.Das Haus baute man über der Erdoberfläche und sein Eingangführte in die Küche; ihm gegenüber befand sich der Herd. In derKüche war das Mundloch des in der Stube befindlichen Kachelofensund unter Umständen auch das Loch jenes Ofens, der sich fest andie Rückwand des Hauses anschmiegte.

László Papp( 11), der die Freilegung von Baracspuszta leitete,konnte die Beobachtung machen, daß sich das Loch der in derStube gebauten Kachelöfen in gleicher Höhe befand wie der offeneFeuerherd. Es gab keine besondere Rauchableitung: der Rauch derÖfen und der offenen Feuerstellen entwich über die Küche: durchdie Tür oder durchs Dach der Küche.

In der Nachbarschaft von Nagykőrös lag die im 17. Jahrhundertvernichtete Gemeinde namens Nyársapát( 12). Die freigelegten Häu-ser sind ungeteilt oder aber zwei- bzw. dreigeteilt. In jenen Häu-sern, in denen man Kachelöfen vorfand, war deren Mundloch jedes-mal in der Küche.

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