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Vergleichende Keramikforschung in Mittel- und Osteuropa : Referate des 14. Internationalen Hafnerei-Symposiums vom 7. - 11. September 1981 im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee
Entstehung
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nik von ihnen mitgebracht worden war, wenn auch in einer beschei-denen, einfachen Form und bei den finno- ugrischen Völkern seitaltersher wohlbekannt. Bezüglich des Hauses der Frühzeit liegt je-doch besonders wenig urkundliches Quellenmaterial vor, sodaẞ mansich darauf keineswegs stützen kann.

Verläßlichere Anhaltspunkte lieferten die nach dem zweiten Welt-krieg begonnenen und für eine systematische Dorfforschung notwen-digen Ausgrabungen. István Méri( 3) legte 1950 in der Dorfflur vonTiszalök, in der Meierei namens Rázom, das erste früh- mittelalter-liche Dorf frei. Diese Ausgrabung erbrachte Angaben zu Form, Struk-tur und Heizanlage des Hauses aus der frühen Arpadenzeit: Dieaus einem Raum bestehenden Häuser sind quadratisch oder recht-eckig. Ihre Grundflächengröße liegt zwischen den Grenzwerten2,2 x 2,2 m und 4,5 x 4,0 m. Méri fand in den einfachen, inden Boden eingegrabenen Häusern zweierlei Öfen vor: teils be-fand sich das Heizloch des mit dem Haus fest verbundenen Ofensim Zimmer an einer Seite, teils stand der Ofen in einer der Ecken.Ähnliche Häuser wurden auch in der Sowjetunion freigelegt; siestammten aus dem Raum zwischen Dnjepr und Don aus dem 9.und 10. Jahrhundert.

Die bei Tiszalök freigelegten, in den Erdboden eingegrabenenHäuser waren Behausungen des gemeinen Dorfvolkes. Die wohlha-benderen Leute dürften bereits damals unter anspruchsvollerenWohnbedingungen gehaust haben.- Eine ähnliche Siedlung hat manauch in der Nachbarschaft von Szarvas( 4) freigelegt; und auchdas in Répcevis( 5) in Transdanubien( Pannonien) ausgegrabeneHaus gleicht den genannten: hier wurde die Feuerstätte voneiner irdenen Ofenbank umgeben, die 5 cmhoch und mitziegelrotfarbigem gebranntem Verputz

bedeckt

war. Unweit

von Orosháza, bei Kardoskút( 6), entdeckte man ein zur Hälfte in den

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